Gründung des KStt-greichs Jerusalem. 199
chien demjenigen allein gehören solle, welcher im Stari-2-i°y8.de seyn werde, sich Meister davon zu machen. Obgleichder Vorschlag vielen Beyfall fand, so vereitelte ihn dochdes Grafen Raimunds Widerspruch, welcher den An-theil au Antiochien, wozu er durch seine Aufopferun-gen wahrend der Belagerung sich berechtigt glaubte, nichtaufgeben wollte. Darum ließ Boemund nichts von sei-ner Ucbereinkunft mit Pyrrhus kund werden, bis Korboganäher kam, und die Nachrichten der Kundschafter von sei-nem Heer die Furcht vor ihm vermehrt hatten. Als bey derallgemeinen Muthlosigkeit, welche des Volks sich bemäch-tigt hatte, die Fürsten einen Rath hielten, in welchemVesorgniß und Acngstlichkeit sie zu keinem festen Schlußkommen ließen, rief, nachdem ihre Verlegenheit aufs höch-ste gestiegen, Voemund die vornehmsten Fürsten, den Her-zog Gottfried, die Grafen Robert von Flandern und Rai-mund von St. Gilles bey Seite, und eröfuete ihnen, wieer die Stadt in die Hände der Christen bringen könne,wenn sic ihm und seinen Erben die Stadt zum Besitz über-lassen wollten — indem der Renegat nur unter dieserBedingung sein Versprechen erfüllen wollte. Nun beschloßder Rath der Fürsten, was Boemund wünschte, ungeach-tet Raimund auch jetzt noch mit gewohnter Heftigkeit wi-dersprach
Der Renegat, als Boemund ihm kund gethan hatte,daß er jetzt die Lhürme ihm übergeben möge, schickte sei-nen Sohn ins Lager, sowohl um den Wallbrüdern genaueNachricht zu geben, lv-ie er sie in die Stadt, lassen wolle,als auch für die Treue des Vaters zu haften.
Dieses Widerspruchs Raimunds erwähnt der nicht ganz unpar»teyischc Raimund vou Achilcs nicht.