196 Geschichte der Kreuzzüge. Buch I. Kap. VH.
2-1093. ward durch dreymalige Androhung des Bannes zur Rück-kehr vermochte^).
Dennoch gaben die j Wallbrüder dem) Ansuchen derBelagerten um einen Waffenstillstand gern Gehör; denndurch Bestürmung die Stadt zu überwältigen, war bcy^den starken Mauern ein langwieriges Unternehmen, weilnoch kein Bclagernngszeug erbauet war, und die Wallbrü-der wünschten sehnlichsi ihr Fiel, die heilige Stadt, baldzu erreichen. Während des Waffenstillstandes war zwi-schen beyden Parteyen so traulicher Verkehr, als vorhinHaß und Feindschaft; die Pilgrimnie gingen in die Stadr,die Antiochener kamen ins christliche Lager, und Türken undFranken schätzten sich als die tapfersten Völker der Welt.Aber die -Antiochener schienen bcy dem Waffenstillständenur die Absicht gehabt zu haben, Zeit zu gewinnen, weilein'großes Heer des Sultans von Persien ihnen zu Hülsekam. Denn als sie sich mit Lebensmitteln hinreichend ver-sehen hatten, brachen sie den Waffenstillstand, erschlugenden Connetable Walo, einen tapfern Ritter, welcher unbe-waffnet in den Spatziergängen der Stadt wandelte, undverschlossen wiederum die Lhore
So sehr auch die Antiochener in ihrer Hofnung, wel-che sie auf dieses Heer gesetzt hatten, getäuscht wurden,so sehr erschraken doch die Wallbrüder, als bald nach demBruch des Waffenstillstandes die Nachricht einlicf, der
k-xlulk. Osciom. Oe- LZ. Anselm i cle Itibotli-Ik3 IsncrscN. e. 28. p. Zo2. rer- monls T^igcola ^lsnassen,rio sut> sriLlIisniLl.6 sccilu» reilir ,VrcNies>. Item. NI cl'/Vedei/iilvicus. Lpicileg. 3t. VII, p. iZ/j.
Uoberl. Moii. p. 22.