Gründung des Königreichs Jerusalem. 147
Darum hielten die Herren einen Rath, wie sie die 3 .rc-? 7 .Zufuhr der Lebensmittel und Truppen über den See hin-dern könnten, nm die ? "atzung endlich zu ermüden.
Darin ward nach vielen Berathschlagungcn beschlossen,den griechischen Kaiser zu ersuchen, daß er den Wallbrü-dern Schiffe überlasse, welche von Kibotus zn Lande her-beygebracht und in den See gelassen werden sollten,um die Schiffe der Stadt vom Ufer abzuhalten. DieseGelegenheit, Antheil an der Belagerung zn erhalten, wardem Kaiser Alexius sehr erwünscht. Bald nachdem dieBeschießung der Stadt von den Kreuzfahrern angefaugen,hatte er mit einem ansehnlichen Heere bey Chalcedonsich gelagert, um jede Gelegenheit der Stadt sich zu be-mächtigen, benutzen zu können (denn der Kaiser wünschtedie Stadt lieber von den Einwohnern selbst, als von denLateinern zn erhalten) oder doch wenigstens seine Rechteauf diese wichtige Stadt sogleich geltend zu machen, wennsie in die Gewalt der Wallbrüder gefallen. Diese Absich-ten aber hielt Alexius im dichtesten Geheimniß verhüllt;nur Manuel Bntumites war darin cingeweiht. Ihn ge-brauchte er auch zn den geheimen Unterhandlungen mitden Nicaeern, um sie zu bewegen, lieber ihm die Stadt
K 2
2*) Dieß war z» jener Zeitnichts Unerhörtes, so sehr Albertvon Air auch darüber erstaunt.Als die Norniänner im Jahr 868Paris vergeblich belagert hatten,und die Einwohner der Stadt sichihrem Rückzüge widcrscyten, ua-vos per siccum ^>Ius cznarn cluo-bus PL55UUM millibus tratuivr.Dann ließe» sic ihr« Schiffe wie-
der in die Seine und setzte» ih-ren Weg ungehindert fort, ^n-uaios ^lettene, bcv Noucsuorl'. VIU, p. 6g. Dasselbe thatc»sic im Jahr 8yo, als sie Pariswieder belagerten, ikict. x. 71.
2 -) WUK. 1>r. III. il.Nach Anna Cvmncna 1 >d. X»p. Z06: bei) Pclekanum, welchesin der Nähe von Ehalcedon war.