146 Geschichte der Kreuzzüge. Buch l. Kap. V.
I.I0Y7. pfangen wurden. Sie beschossen an der südlichen Seitedie Stadt.
Als diese Herren vor Nicea gekommen waren, lagein Heer von sechs hundert tausend Bewaffneten vordieser Stadt, in welchem allein hunderttausend mit Pan-zer und Helm gerüstete Krieger waren, ohne die Wehrlo-sen, nämlich Priester, Mönche, Weiber und Kinder.
Die Stadt wurde von ihrem Fürsten über den See,wozu die Zugänge zwar von den Wallbrüdern besetzt wa-ren, aber nicht hinlänglich verwahrt werden konnten, inder Nacht mit Lebensmitteln und neuen Truppen versorgt.Die Mauern waren so fest, daß sie jedem Angriff trotzten.Zwar wurden auch die Wallbrüder durch die griechischenSchiffe, welche zu Kibotus regelmäßig ankamen, mit Le-bensmitteln versehen; aber die Vereitelung aller ihrer bis-herigen Versuche brachte Mutlosigkeit und Verzweiflunghervor. Sieben Wochen war die Stadt ans unzählbarenWurfmaschinen beschossen, so mancher edle Krieger war gctod-tet und beweint, noch war aber nirgends die Mauer durch-brochen. Der Graf Raimund hatte mit der größten Ge-walt einen Thurm an mehrern Orten gesprengt, die Chri-sten erstiegen frohlockend die Mauer, um ihn niedcrzurei-ßen; als er aber fiel, war er mit Steinen gefüllt undmit aller Mühe konnten sie durch Wcgräumung derselbennur eine Lücke in der Mauer Hervorbringen, die kaum zwei)Männer zugleich durchließ -H.
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p. 822. Lünens. II,
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