rz4 Geschichte der Kreuzzüge. Buch!. Kap. IV.
Treue und Gehorsam gelobet, und durch seine Freundlich«keit und Geschenke schien ihr Haß gegen ihn besänftigt.Mehrere Fürsten hatten selbst Eifer für des Kaisers Ehrebewiesen, und ihre Brüder beredet und gezwungen, wiesie, dem Kaiser als ihrem Herrn zu huldigen. Aber inmanchem Ritter regten sich Zorn und Unwille, wenn erdie Heere, welche Christo sich geweiht, vor dem Kaiser derGriechen, welchen er als weibisch verachtete, in demüthi«ger Stellung als Vasallen sah. Ein merkwürdiges Bcy«spiel des laut gewordenen Unwillens eines französischenRitters über diese Erniedrigung der Kreuzritter erzähltAnna Co-mnena, des Kaisers Alexius Tochter, zumBeweis des Uebermuths und Stolzes der Franzosen.Robert von Paris, ein Baron aus Francien^), setztesich, nachdem er dem Kaiser den Eid geleistet, neben ihmauf dem Thron, und der Kaiser wagte nicht, ihn weg«zuwcisen -H. Als aber Balduin ihn bey der Hand hin«wegführte und seine Unart ihm verwies, warf der Rittereinen ergrimmten Blick auf den Kaiser, und rief aus:„Welch ein grober Mensch, welcher sitzt, indem so vielevornehme Herren um ihn stehen!" Nach geendigter Au-dienz ließ ihn der Kaiser durch Einen seiner Sprache kun-digen nach seinem Stande, Vaterlande und Geschlechtsfragen. „Ich bin," crwiederte er mit ritterlichem Stolze,„ein reiner Franke aus edclm Geschlechts dieß mag demKaiser genügen. Nur dieses möge er noch wissen, daß
**) Anna Eomne na nennt 2-) ^ /S-a-Xevr
seinen Nabmen nicht; aber Du- vaurav
srcsne in dev Anmerkung macht rai, Ar/aev et»
sehr wahrscheinlich, daß er es ^,1.
Sowescu.