Gründung des Königreichs Jerusalems 129
und Sicherheit und die Schwache seines Heeres entfern- 1.1097.ten alle Gedanken der Widersetzlichkeit. Robert-kam mitwenigen Begleitern nach Konstantinopel, legte ohne Wi-derrede den Vasallcneid ab, und er sowohl als die ihnbegleitenden Herren und ihr Volk, wurden deshalb reich-lich beschenkt. Nachdem Roberts Heer einige Tage bey Kon-stantinopel sich erholt hatte, führte Robert cs über dasMeer nach Kleinasien zu Gottfrieds und Boemunds Hee-ren
Nach ihm kamen Raimund von Toulouse und deeErzbischof Ademar von Puy, welche als freundliche Nach-barn ihre Völker vereiniget hatten. Mit ihnen waren,außer vielen andern edeln Herren, der Bischof Wilhelmvon Aurasy, Rambald, Graf dieser Stadt, Wilhelm vonMontpellier und Gerhard von Roussillon. Kein Heer derWaübrüder harte einen beschwerlichem Zug, als dieses;kein Fürst widcrsetzte sich hartnäckiger den Forderungendes Kaisers Alexius, als Raimund. Diese Pilger zogenauck ihrer Heimath über Frejus durch Italien nach Istrien,und kamen an die Granze von Dalmatien, als der Win-ter bereits ungebrochen. Die Küste von Dalmatien wardvon Italienern nnd andern lateinischen Christen, welchedes Handels wegen daselbst sich niedergelassen, das Inne-re des Landes aber von flavischen Völkerschaften bewohnt,welche durch die Annahme des Christenthums wenig vonihrer heidnischen Rohheit verloren hatten. Die Kreuz-fahrer fanden die Städte und Dörfer überall von denEinwohnern verlassen, welche sich mit allen ihren Güternund Lebensmitteln in die Wälder und Gebirge zurückge-
") Wild. II, I?-l. Band. I