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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
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126
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126 Geschichte der Kreuzzügc. Buch I. Kap. IV.

§.ioy7. waltrhätigkeiten abzuhalten. Aber zu ihrem größten Er«staunen fanden die Pilger das andere Ufer des Flussesvon den Griechen besetzt, welche den Uebergang ihnenwehrten, obgleich die Gesandten , welche den Fürsten Boe-mund der Freundschaft des Kaisers versichert, sich nochbcy ihnen befanden «). Tankred ging sogleich mitzwey Tausenden zu Roß über den Fluß, trieb die Grie-chen zurück, und die Gefangenen, welche in seine Gewaltfielen, verricthen die feindseligen Absichten des Kaisers.Wahrend Tankred die Fliehenden verfolgte und Boemnndmit dem übrigen Theil des Heeres über den Fluß ging,kam ein Haufen der Griechen an einem andern Ort überden Wardari, und mordete viele der zurückgebliebenenkranken und schwachen Pilger, bis Tankred herbeyeilteund sie aus ihren mörderischen Händen bcfrcyte.

Wegen dieser Feindseligkeiten rächte sich Vormundsetzt nicht, sondern setzte seinen Weg nach Konsiantinopclfort. Wie gegen Gottfried waren gegen Boemnnd beyfeindseligen Thatcn des Kaisers Worte freundlich. Alsscy nichts am Flusse Wardari vorgefallcn, kam bald nachdiesem Auftritte, fünf Tage vor dem Osterfeste, eine neueGesandtschaft des Kaisers mit neuer Versicherung seiner-Freundschaft, und lud den Fürsten aufs neue ein, nachKonstantinopcl zu kommen. Boemnnd war noch zweifel-haft, was er antworten solle, als Herzog Gottfried vonLothringen, der es übernommen hatte ihn zu bewegen,daß er des Kaisers Wünschen sich füge, zu ihm kam-),und ihn nicht allein beredete, sogleich nach der Kaiferstadtzu eilen *°), sondern auch in der ersten Audienz, welche

b) wIId. I. II, les. Nach Anna Comncna

-) IN. a. a. O, tvar Bociniind so bereitwillig.