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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
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Gründung des Königreichs Jerusalem. 119

hohen Thron, umgeben von einem Haufen seiner Hofleute Z-r°S7>in den prächtigsten Kleidern, und stand vor keinem, selbstvor dem Herzog, nicht auf. Sie näherten sich ehrfurchts-voll seinem Thron und küßten ihm knieend die Hand.Nachdem diese Ccremonien verrichtet, auf deren Beobach-tung am Hofe von Konstantinopel um desto mehr gesehenward, da man unter der Pracht des Hofes die Schwachedes Reichs zu verbergen suchte, ließ sich der Kaiser zuCchmeichcleyen gegen jeden der französischen Edeln herab,und besonders gegen den Herzog von Lothringen. Erlobte den frommen Eifer, der sie bewogen, zum Streitfür des Heilandes Ehre ihre Hcimath zu verlassen, er re-dete besonders viel von dem Ruhm, den Gottfried sichdurch seine Tapferkeit und Rechtschaffenheit erworben,und nahm ihn zum Sohn oder zum Casar an diegrößte Ehrenbezeugung, welche ein byzantinischer Kaisererweisen konnte. Dafür fügte sich der Herzog seinem Wil-len; er und seine Begleiter legten ihre Hände in dcs Kai-sers Hände, schwuren den Lchneid ^), und gelobten, alleehemals dem Römischen Reich unterworfenen Städte,Burgen und Länder, welche sie erobern würden, den vondem Kaiser zu verordnenden Gewalthabern zu überantwor-ten 2v). Alexius nahm von jetzt an ein anderes Betragengegen die Kreuzbrüdcr an, er ward so gefällig und zu-vorkommend, als vorhin feindselig und zuwider. DerHerzog erhielt herrliche Geschenke an Gold und Silber,purpurnen Kleidern und Maulthieren, ward an die kaiser-liche Tafel gezogen, und alle seine Begleiter wurden frey-

lunclis msnidus. aiv.us 11s. dllö Uomsßiurn li-Aium.

uns P. SM.