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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
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117
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Gründung des Königreichs Jerusalem. 117

Am andern Tage gab der Herzog Befehl, das Landumher zu plündern. Sechs Tage hindurch wurden dieLandhäuser der Gegend durchsucht, und so viel Lebens-mittel zusammen gebracht, daß die vorhandenen Lastthicreund Wagen nicht hinreichtcn, sie ins Lager zu bringen.

Darauf bot der Kaiser wieder die Hand zum Frie-den. Er ließ den Herzog ersuchen, die Plünderung desLandes einzusiellen, und nach Konstantinopel zu kommen,wogegen er zu seiner Sicherheit Geißel zu stellen sich er-bot. Gottfried versprach zu kommen, wenn solche Geißelgestellt würden, welche ihm hinreichende Sicherheit ga-ben 25). Nachdem die kaiserlichen Gesandten kaum dasLager verlassen, kam eine Gesandtschaft von Boemund auden Herzog, welcher ihm rieth, sich mit feinem Heer in diefruchtbare Gegend von Adrianopcl oder Philippopolis zu-rückzuziehcn, und seine Ankunft, die im kommenden Marzunfehlbar erfolgen werde, daselbst zu erwarten; dannwollten sie gemeinschaftlich den Kaiser bekriegen und Kon-stantinopcl erobern. Der edle Gottfried wies dicß Ver-langen sogleich ab, weil sic ausgezogen, um mit Ungläu-bigen, nicht mit den Gläubigen zu streiten, aber der Kai-ser, geschreckt durch die Nachricht von Gesandten Vor-munds im Lager der Wallbrüder, eilte, allen Hader mitihnen zu beendigen.

2°) XI dort. Xenons. II.c. 14. Nach da»,Berichte der An-na Comne na ging Hugo derGroße zu Gottfried, in» ihn zurLeistung des Eides zu bewegen;der Herzog aber antwortete ihm:Dn, der wie ein König, mit sogroßem Reichthum und einem so

ansehnlichen Heer aus deinem Va-terlande ansgezogc», bist von je-ner Hohe zur Niedrigkeit einesKnechts hcrabgcsticgcn

und als sey dick ctwas-Ruhmwür-diges, kommst du mir zu rathen,ein Gleiches zu thu» ? " XI ö-xlas p. 297.