Gründung des Königreichs Jerusalem. 109
det. Aber auch, wenn Doemund nicht das Kreuz angc-2^°^.nommen hatte, war Alexius durch die Anzahl und die Be-schaffenheit der Heere geschreckt, welche gegen Asien jetztnuszogen. Er hatte bey dem Papst nachgesucht um Hülfs-völker, welche ihn unterstützen sollten, um die Türken ausden Landern, welche sie dem römischen Kaiserthum entrissen,zu vertreiben, und nun erschienen Heere von hundert Tau-senden, unter Heerführern, welchen er die Absicht zutraute,unter dem Vorwände des Durchzugs nach Syrien, desKaiserthums und der Kaiserstadt sich zu bemächtigen ;von welchen er wenigstens erwartete, daß sie nicht für ihn,sondern für sich selbst streiten würden. Französische unditalische Beherrscher von Kleinasien und Syrien warenihm aber furchtbarer als Türkische.
Ein behutsames und kluges Benehmen war nöthig'aber Alexius Betragen gegen die Führer der abendländischenPilgerheere war nicht klug, sondern hinterlistig, nicht be-hutsam, sondern betrügerisch und heuchlerisch. Darumvergrößerte er durch seine Maßregeln für sein Reich die Ge-fahr , welche er abwendcn wollte. Er hoffte sich gegendiese Gefahr zu sichern, wenn er die germanischen Fürstennöthigte, ihm wie ihremKönig durch den Vasalleneid Treue,
Dienst und Gehorsam zu geloben, aber er bedachte nicht,
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6 0 m 1,. S. 294. Don der Men-ge der Pilger S. 298. „Man
hätte meinen mögen, cs sehen dieSterne des Himmels, oder derSand an der Küste des MeercSausgegosscn. Derer, welche im-merfort gegen Koustantiiiopeljetzt zogen, waren so viel, als,nach dem Ausdruck des Homer,der Blätter und Blumen im Früh-ling."