128 Geschichte der Krenzzüge. Buch!. Kap. III.
K> roys dch Sache der Griechen wider die Türken als eine allge-
- meine Angelegenheit aller Christen vorstellte.
Aber seit Kurzem waren die Gesinnungen des KaisersAlexius über die Hülfe der Lateiner gänzlich geändert. Wah-rend des Durchzugs der französischen Pilgerhcere durch Ita-lien war der heiligen Unternehmung ein Fürst beygctreten,dessen Bcytritt ihm dieselbe so furchtbar machte, als sievorher ihm nützlich geschienen hatte. Boemund, Fürstvon Tarent, hatte plötzlich, als er die Pilger durch Italienziehen sah, mit einem großen Heere das Kreuz angenom-men — ein Fürst, welchen Alexius haßte, dessen Rachewegen des herrlichen Siegs der Griechen über die Norman-nen bcy Larissa er fürchtete"), und welchen er für zuverschlagen und habsüchtig hielt, als daß er glauben konn-te, ein Boemund wolle um seines Seelenheils willen nachJerusalem ziehen -H. Boemund hatte in den Kriegen, wel-che sein Vater Robert Guischard, Herzog von Apulien, mitdem römischen Kaiserthume ohne andere Ursache, als umjenseit des adriatischen Meeres Länder zu erobern, ange-fangcn hatte, furchtbar sich gezeigt, und Alexius befürch-tete, Boemund möge diese Gelegenheit benutzen wollen,diesen hcrrschsüchtigcn Plan, dessen Ausführung durch desVaters plötzlichen Tod unterbrochen war, zu vollziehen.Diese Furcht war, wie die Folge bewies, nicht ungegrün-
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H) „Boemund und die wie ergesinnt waren, näbrtcn seit lan-ger Zeit die Lust nach dem ronii-sche» Reich, und benutzten PctcrSPredigt alS Vorwand für dieseBewegungen, indem sic die Un-verdorbenen tauschte». X.NNLLornn. S. 287 .