io6 Gesch ich te der Krcuzzüge. Buch!. Kap. III.
A. ross. Das römische Reich war damals in der bedrangtestenLage. In seinem Innern durch schlechte Verwaltung zer-rüttet, von außen durch die wachsende Macht der Türkendes größten Theils seiner Provinzen beraubt, schwebte es inbeständiger Furcht, auch seine Hauptstadt zu verlieren. Kon-siantinopel verdankte zu dieser Zeit seine Frcyheit vom Jochder Türken nur der Festigkeit seiner Mauern, dem furchtba-ren griechischen Feuer, der Unkunde der Türken in der Be-lagcrungskunst, und dem bcy Mohammeds Gläubigen nochimmer lebhaften Andenken an die Niederlagen, welche ihreVorfahren vor den Mauern der Kaiserstadt erlitten. So-wohl die Kaiser, die Pracht und die üppigen Vergnügun-gen des Hofes mehr liebend, denn die Mühseligkeiten desKrieges, als das Volk, welches durch die Verheerungender Türken zur Verzweiflung niedergedrückt, nicht zum nö-thigen Widerstand erhoben ward, seufzten nach der Hülseder Lateiner. Denn die Griechen, wenn auch nicht immerihre Geschichtschreiber, erkannten den Vorzug der lateini-schen Tapferkeit vor der Griechischen an Die Mieth-truppen aus dem Abendlands waren der Kern ihres Heeres ?).Abendländern vertrauten die Kaiser die Deschützung ihrerPerson an. Daher empfingen auch die Kaiser die Pilger
6) Datier schon zu Karls des
Großcu Zeiten bcy den Grieche»das Sprichwort: 1,-
ZpiXov «X.Vr, oox e^yk.
Rzi nkarch eio vita Oaroli til.e. i6.
7) Zu der Zeit, als Alexius des
Kaiscrtlirvns sich bemächtigte, wa-ren folgende Truppe» znKvnstan-tinopcl: r) Die Unsterblichen
(o, 2) Die Waran-
gcr aus dem entferntesten Norden(ot ex Goo/.r/r mit
Streitäxten bewaffnet. z ) DieNcniitzcn ( c, ^ ebenfalls
ei» barbarisches Volk. ,i n aLo mn. S. 62. In dem Heere,mit welchem Alexius gegen denHerzog Robert Guischard zog, wa-ren Franke» r«;/,««-
-«).