Gründung des Königreichs Jerusalem. 105
grad ein Lager auf, setzten aber bald hernach ihren Weg I- roys.nach Konsiantinopel durch die Wälder und Gebirge derVulgarey fort.
Alle übrigen Fürsten zogen durch Italien, auf dem vor«maligen allgemeinen Pilgerwcg. Dahin zog zuerst Hugoder Große, mit einer Pracht und mit einem Heere, wie esdem Bruder des Königs von Frankreich geziemte, und em-pfing, wie alle Pilger, welche durch Italien zogen, znLukka, wohin damals Urban vor seinem Gegner Guibcrtgeflohen war, den päpstlichen Segen, und als der Ange-sehenste ihrer Heerführer, die Fahne des heiligen Petrus H.
Er zog über Rom, wo der schismatische Guibert oder Kle-mens der Dritte, zum Aergcr der rechtgläubigen Christen,herrschte, und selbst die Pilger als Anhänger seines Geg-ners verfolgte 4), nach Bari. Seine Begierde, dem Zielseines Weges näher zu kommen, war so groß, daß er vondort mit seinem Heere sogleich nach Dyrrachium überging,ohne die Ankunft der andern Fürsten, welche ihm nachfolg-tcn, zu erwarten. An der griechischen Küste ward seineFlotte von einem heftigen Sturm zerstreut, und der größteThcil der Schiffe mit der Mannschaft ward ein Raub derWellen; Hugo selbst rettete sich in einen! kleinen Kahnenach Dyrrachinm, und einige wenige Schiffe kamen beyPalus ans Land *).
S) Hugo ließ durch vier undzwanzig Gesandte dein griechischenStatthalter j» Dyrrachinm, un-ter vielen andern Prahlcreycn,kund tluin, das» er die goldncFahne des heil. Petrus, r,,,rr/v vev «zuou Ulkten cm-
psaugen. Luna Lomu. S.288 -
Ichlcllor. Car not. in
Du Cderiio äcripr. I'rsnc. 1,IV. S.820.
Dieses Schiffbrnchs gedenktbloS Anna Co »ine na: aterdennoch ist ihre Erzählung glaub-würdig, weil nirgends im Ver-folge der Begcbcnycitcn eines fran-zösischen Heeres unter Hugo Mel,düng geschieht.