io 4 Geschichte Leu Krcuzzüge. Buch I. Kap. IH.
.7. ross, bugc durch Ungarn nicht zu beunruhigen, sondernfreundschaftlich mit Lebensmitteln zu versorgen, und derHerzog Gottfried dagegen cinwilügtc, für das gute Be-tragen einige seiner vornehmsten Ritter als Griffeln dem Kö-nig zu überliefern. Dazu verlangte Kalmany den GrafenBalduin, des Herzogs Bruder, mit allen die ihm ange-hörtcn. Alsdann beschwor der König, und zu mehrererSicherheit, »ach damaliger Sitte, mit ihm seine ffammtli-chen Großen, daß Gottfrieds Heer und alle Krenzhccre,welche ihm Nachfolgen würden, mit Ruhe durch ihr Reichziehen sollten. Der stolze Balduin weigerte sich hartnäckig,als Geissel sich überliefern zu lassen, bis endlich der Herzog,uni ihn zu beschämen, selbst sich dazu erbot. NachdemBalduin mit seiner Gemahlin und allen Rittern, die seinemPanier folgten, den Ungarn war überliefert worden, rückteGottfried mit seinem Heere in Ungarn ein. Es ward bcyTodesstrafe geboten, keine Gewalt gegen die Ungarn zuüben, sondern ordentlich und willig die zugeführtcn Lebens-mittel zu bezahlen. Zn mehrerer Sicherheit zog der Königvon Ungarn selbst mit einem ansehnlichen Heere den Kreuz-brüdcrn zur Linken, bis an die Granze seines Reichs, wo-hin die Pilgrimmc ohne alle Streitigkeit mit den Ungarngelangten. Nach einigen Ruhetagen bcy Scmlin, zogensie in Schiffen und Flößen über die Sau, nach deren jensei-tigem Ufer Gottfried, aus Mißtrauen gegen die Truppendes griechischen Kaisers in der Bulgarey, tausend Gepan-zerte voransschickte. Als der größte Theil des Heeres amandern Ufer war, kam der König von Ungarn persönlichzu Gottfried und gab ihm die Griffeln zurück, dankte ihmfür das ordentliche Betragen seines Heeres, und beschenkteihn und die übrigen Großen. Die Pilger schlugen bcy Bel-