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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
Entstehung
Seite
103
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Gründung des Königreichs Jerusalem. ioZ

Rainhard und Peter von Tonl, Heinrich und Gottfried 2-r°^>-von Ascha, der Graf Hugo von St. Paul und dessen SohnEngelram, und viele andre edle Herren befanden, baldnach des Grafen Emico's verheerendem Zug, aufgebrochen,und kam bald nach der Niederlage von dessen unsinnigenHaufen an die Granze von Ungern, wo er die zerstreutenFlüchtlinge desselben antraf. Dadurch geschreckt zog derHerzog nicht sogleich ins ungarische Land, sondern lagertesich beyTollenburg in Oesterreich, um von hier ansGenug-thuung für die den Christen zugcfügtc Schmach zu verlan-gen, und um freycn Durchzug für fein Heer zu unterhan-deln. Eine Gesandtschaft von zwölfRittcrn in des HerzogsSold, zu deren Wortführer Gottfried von Ascha, demKönig schon durch eine frühere Sendung des Herzogs be-kannt, ernannt ward, wurde an König Kalmany abgefer-tigt. Die Gesandten fanden die günstigste Aufnahme. DerKönig gab ihnen eine öffentliche Audienz, in welcher erüber die Wildheit und Zügellosigkeit der bisherigen Kreuz-fahrer klagte, und heilig bcthcucrte, daß die Pflicht, dasLeben und Eigenthum seiner Unterthanen gegen Gewalt zuschützen, sein Benehmen gegen jene Unholde nothweudiggemacht habe. Als sie znrückkchrtcn, sandte er mit ihnenGesandte an Gottfried, und ließ ihn zu einer Zusammen-kunft auf dem Schloß Liperon cinladen.

Gottfried zog am verabredeten Tag mit dreyhundertRittern nach dem Schloß, ließ sie aber vor demselben sichlagern, und ging nur von Werner von Greis, Rainhardund Peter von Tonl begleitet auf die Brücke, welche überden Fluß nach dem Schloß führte, wo er den König vonUngarn ebenfalls allein antraf. Beyde Fürsten vereinigtensich bald dahin, daß der König versprach, die Pilger auf