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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
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Gründung des Königreichs Jerusalem. 97

thcils von blindem Religionseifcr, thcils von Habsucht ge- 2 .1096trieben über sie her, ermordeten sie miss grausamste undplünderten ihre Guter. Viele Juden zu Trier, ein ähnli-ches Schicksal als ihre Glaubensgenossen in andern Städtenerwartend, tödteten, als die Wallbrüder sich näherten,ihre Kinder, um sie in den Schoß Abrahams zu schicken,bevor sie von den Christen mißhandelt wurden; ihre Weiberfüllten ihre Kleider mit Steinen und stürzten sich in dieMosel. Die Meisten von ihnen, welchen ihr Leben theurerals ihre väterliche Religion war, begaben sich mit ihrenKindern und Gütern in den Palast des Erzbischofs Egilbertund flehten um seinen Schutz, welchen er ihnen bewilligte,nachdem sie sich zur Annahme des Christenthums beguemLhatten. Aber nur ihr Rabbi Michael, der in der Taufedes Bischofs Namen empfing, blieb dem christlichen Glau-ben treu; die übrigen kehrten zur Religion ihrer Vater zu-rück, sobald die Pilger die Stadt verlassen hatten "»). InKöln vereinigten sich auch die christlichen Einwohner mitden Wallbrüdcrn zum Judcnmord; die Synagoge und dieHäuser der Juden wurden niedergelassen und ihre Bewohnerermordet; zwcyhundert Juden suchten zu Schiffe auf demRhein zu entfliehen, wurden eingcholt und wie ihre übri-gen Glaubensgenossen erschlagen. Zn Maynz suchte zwarder Erzbischof Rothardt die Juden zu schützen, indem erihre Güter an einen sichern Ort bringen ließ, und sie selbstin den geräumigen Saal seines Palastes aufnahm. Aber

tuna aller Juden, welche auf demWege angctroffen wurde», erbff-nct. Vieomtc Berengar vonNar-livnue schilpte die Juden in seinemLlsndc gegen die Wuth der Chri-sten, und erhielt deswegen vonI. Band.

Papst Alexander H. ein Belo-bnngsschrciben- dllstoirs ßstnä-rale ciad.snAULlloc., I. II. p. 214.

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