98 Geschichte der Krcuzzügc. Buch I. Kap. II.
J.ioys. dcir Wallbrüdeni, mit welchen zum Berauben der Judenselbst Verwandte des Erzbischofs sich vereinigt hattenwae auch die pricsterliche Wohnung nicht heilig, sic dran-gen in den Palast, durchbrachen die Thür des Saales undmordeten siebenhundert Juden Von den übrigen ret-teten cinige durch scheinbare Annahme des Christenthumsihr Leben, viele tödtetcn ihre Weiber, Kinder und sich selbst.All Maynz vereinigte mit diesen Scharen noch ein unzahl-bares Heer Graf Emico, der in dieser Gegend große Güterbesaß 4«), cin muthiger und tapfrer Ritter, der aber weitentfernt, den Unfug feines Gesindels zu steuern, cs selbstzu Grauclthatcn oft ermunterte ^). Daher war den rei-chen Juden zu Worms und Speyer cin gleiches Schicksal,wie denen in den übrigen Nhcinstadtcn, zugcdacht. ZuWorms wollte der Bischof den Juden nur unter der Be-dingung Schutz angedeihcn lassen, daß sic den christlichenGlauben annahmen. Da begaben sich die Juden unter-beut Vorwand, unter einander sich zu berathcn, in desBischofs Gemach, und tödtetcn sich, wahrend der Bischof
(Nironic. tlrs^erZsnse Alls.
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") Nach dem L'hromton vonUrsperg war der Bischof nicht soganz unschuldig. Dc»n als Kai-scr Heinrich IV-. der das hinter-lassenc Vermögen der ermordetenJuden ansprach, eine Untersu-chung gegen die, welche cs geraubtharten, ansiclite. nahm sich ihrerder Erzbischof mit großem Eiferan, und begab sich mit ihnen aufdie Güter scincrÄircye inLhnrin-gcn, weil er hier wegen her Nähe
der unruhigen Sachfen sicherer war.lixtitcniinr iiutmn ,jui clicereiu.ein!,» ip5urn liouliiican, inulrsm^arcsin Ns ^scuuiis invssi« acce-pisss. Vdron. II189. a. <1. O.
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