Gründling des Königreichs Jerusalem. 9;
Nicht völlig brcytaufend Schritt vonHclcnopolis fing1096.ein großer Wald an, durch welchen dicKrcu-brüder jubelndzogen. Auch das türkische Heer war im Anzüge gegen He-lenopolis und zog zu gleicher Zeit in den Wald, aber durchdas Geräusch und das Jubclgeschrcy, womir das christlicheHeer den Wald erfüllte, von seiner Ankunft benachrichtigt,zog cs sich zurück ins freue Land. Ein fürchterlicher An-blick war den Kreuzbrüdern, als sie aus dem Wald tra-ten, das türkische Lager, welches die Ebne bedeckte! Zwei)Schlachtordnungen mit allen zu Roß wurden vorangcschickt,um die Türken mit Gottes Hülfe zu schlagen, aber diesewurden sogleich von den Türken zuerst angegriffen, und vonden Ihrigen abgcschnittcn. In der Verwirrung flohen sienach Nicea, kehrten aber wiederum zurück, und versuchtensich den Rückweg durch die Türkenfchareu mit dem Schwertzu eröffnen, aber ihre Tapferkeit unterlag. Zuerst diePferde und dann die Reiter waren bald durch die Pfeile devFeinde gctödtet. Walther von Habenichts, Rainold vonDruis und Folter starben als Märtyrer; Walther vonDurel und Gottfried von Bretcuil erreichten den Wald undentkamen. Die andern Schlachtordnungen, welche den Waldnoch nicht verlassen hatten, als die vorigen schon gefallen wa-ren, flohen in der größten Unordnung nach Helenopolis,aber wenige gelangten dahin, denn die meisten wurden vonden nachcilcndcu Türken erschlagen. Diese eroberten auch dasLager der Pilgrimme, erschlugen die Mönche, die Geistli-chen, die Greise, Weiber und Kinder, welche sie fanden,und führten nur die Knaben und Mädchen als Gefangeneweg. Alles Geld, alle Lastthiere, alles Schlachtvieh undalle Zelte wurden als Beute nach Nicea gebracht. Die