Druckschrift 
1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

Gründung des Königreichs Jerusalem. -7

, Trunkenheit und allen Arten von Lastern ergeben waren,lund wie die Saaten, die erlaubte Nahrung, von den Heu-schrecken verschont waren, so würde das fromme und nüch-terne Volk der Christen von den abendländischen Heeren kei-nen Schaden leiden ^).

Wahrend der Rüstungen unterhandelten die Fürstendurch Gesandte, wenn und wie sie auszichen wollten. Weis-lich kamen sie überein, daß nicht alle Einen Weg ziehensollten, damit nicht das viele Volk Einem Lande beschwer-lich falle; der Herzog Gottfried sollte durch Ungarn, derGraf Raimund und der Erzbischof Ademar durch Oberita-lien und Dalmatien, alle übrigen nach Apulien ziehen undvon dort nach Griechenland übergehen. Konstantinopelsollte der Sammelplatz aller Heere scyn, von wo sic gemein-schaftlich auf dem durch die Pilgerfahrten bekannten Wegedurch Klcinasien nach Syrien Vordringen wollten ^). DerPapst Urban nahm sich auch jetzt der heiligen Unterneh-mung, zu welcher er die Christenheit aufgeboren, mit allemEifer an. Bald nach seiner Znrückkunst nach Italien ver-sammelte er zu Thieta eine Synode, besprach sich mit denBischoffen über die Mecrfahrk und ermahnte sie, das Kreuzin ihren Spreugcln eifrig zu predigen und predigen zu las-sen 86). Zu gleichet Zeit schrieb er an den Kaiser der Grie-chen Alexius, meldete ihm den glücklichen Erfolg seinerBemühungen, wodurch ein Heer von dreyhundert TaufendStreitern zum Kriege wider die Ungläubigen versammeltworden, und ersuchte ihn, diesem Heer auf alle Weise be-förderlich zu scyn ^).

2-) Xuna Lomn. j>. 284, cds I)' 8 ieil. 1. V. (4) p>2S5. 470.

2^) Wild. Iche. I, 17. 27) rtrb-in! in planst

26) cidron. Lss-iur. in <l'^- Loncil. 1 . XX. no. i L.