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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
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Gründung des Königreichs Jerusalem. 69

die Fürsten vergeblich versucht, die Streitenden zu versah- 109z.neu, damit nicht so angesehene Herren vor dem ganzenVolk der Gefahr sich preis gäben, daß einer von ihnen über-wunden und damit für unredlich erkannt werde ^), begannder Kampf vor einer großen umherstehendcn Volksmengeinnerhalb der Schranken, ln welchen die Fürsten saßenBald zersprang Gottfrieds Schwert an dem Schilde desGegners, so daß nur ein halber Fnsi von der Klinge andem Hefte blieb. Da geboten die Fürsten Frieden, weilder Kampf setzt ungleich würde, und baten den Kaiser, ei-nen Vergleich zwischen den Herren zu stiften. Aber Gott-fried, der vollkommen seine Ehre retten und nicht fo ausdem Kampf abziehen wollte, daß man für überwunden ihnhatte halten können, wies alle Vorschläge ab. Der Kampfbegann von neuem, und Gottfried endigte ihn zn seinemVorthcil und Ruhm. Denn er brachte dem Gegner eineWunde in den Schläfen bey, so daß dieser wie tobt ausden Schranken getragen wurde. Ein Herr so fromm, sotapfer und so ritterlicher Ehre begierig , mußte nothwcndigdie Gelegenheit freudig ergreifen, welche seiner Frömmigkeitnud Tapferkeit den glänzendsten Schauplatz darbot. Umso mehr, da er durch die Erzählungen der rückkchrendenPilgrimme von ihren Leiden im gelobten Lande zum Unwil-len gerecht, schon lange den Wunsch genährt und oft geäu-ßert hatte, nicht wie viele Ritter zn seiner Zeit als Pilgerdas Grab des Herrn zu besuchen, sondern mit einem Heere

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