6 Z Geschichte der Krc 11 zzüg e. D n ch I. K a p. l.
I-ioss-großer Achtung, daß an: Abend vor der blutigen Schlachtau der Elster, als der Kaiser seine Fürsten fragte, wer derWürdigste sey, am andern Tage das Rcichspanier zu tra-gen , alle Gottfried von Bouillon nannten, und er be-wies cs in der Schlacht, wie richtig ihr Urtheil gewesen.Denn vor dem Kaiser hergehend drang er in das feindlicheHeer, und stieß den: Gegenkönig denSchaft seines Paniersin die Brust, so daß er nach wenigen Tagen zu Merseburg«n dieser Wunde starb ^). So berühmt seine Tapferkeitwar, so sehr war seine Rechtschaffenheit, Leutseligkeit undFrömmigkeit beliebt. In der Brust des tapftrn Kriegersklopfte ein Herz erglüht von heißer Liebe gegen seine Ver-wandten : er liebte das Gebet zu Gott und verachtete dieEitelkeiten der Welr, welche damals die übrigen Rittermehr liebten, als was -Gottes ist. Dabei) aber hielt erstreng auf seine ritterliche Ehre, wie jeder wackere Ritter,und ließ in seinen Rechten nie sich kranken. Als in einemverwickelten Streit, welchen er wegen beträchtlicher Vcsitz-thürner mit einem ihm verwandten Herrn '«) am Hofe desKaisers führte, die Richter ans einen Zweylampf, welchernoch in Deutschland die gewöhnliche Art die Wahrheit un-ter den Gründen nud Gcgengründen der Parteyen zu fin-den war, erkannten, nahm Gottfried, überzeugt von derGerechtigkeit seiner Sache, ihn an, um nicht durch die Wei-gerung seine Ritterehre zu beflecken, so wenig auch er dieseArt der Entscheidung für zweckmäßig hielt ^). Nachdem
Vt ll!>, IX, Z. XI- <^>g awod.imr consi>i>guüieus.
Oiron. in l.eilinit. Wil!^. c.
Lcc«r 5 .-. Iiisr. 'L'.U. S. 182.
66) Oni tle numero e."ckk. ?rin- Ikiuliinm inviliis l-eil trbineri
(vielleicht ein ejus- jcixlL tL^ioms consuetullinem.