Gründung des Königreichs Jerusalem. 6z
der Vasall seinen Mitvasallen wider ihren Lehnsherrn oder i°ys.diesem gegen seine Mitvasallen beystehen mußte. Alle Be-mühungen der Geistlichkeit, durch die wohlthatige Einrich-tung des Gottcsfriedens dem Blutvergießen zu wehren,waren von wenigem Erfolge. Ein Ritter ohne Krieg warzu dieser Zeit nicht denkbar. Der Ritter konnte durch eiaMöncbskleid wieder mit Gott sich versöhnen, wenn sein Ge-wissen, geschreckt durch die Schwachen des Alters oderdurch die Drohungen der Geistlichen, erwachte. Darumergriffen die Ritter jetzt begierig diese Gelegenheit, wo ih-rem kriegerischen Geist eine Beschäftigung angeboten ward,mit welcher sie nicht, wir vorhin die Hölle, sondern denHimmel verdienten. Jyt gewohnten Waffcngetümmcl rei-nigte sie Lürkcnblut von ihren Sünden besser, als die Ka-stcyungcn im Kloster ").
Der Enthusiasmus für das heilige Land blieb abernicht bloß in den Granzcn Frankreichs, sondern Englandund Schottland wurden bald von ihm ergriffen, undselbst der entlegene Norden von Europa^). Nach Englandwurde ihm der Uebergang leicht durch die Verbindung dieses
45) Deus nosrro tsmpors^roelia sancra insliruic, ur or-do e^uestrls ec vul^ur okerraus»kjui vecuscas sxsm-
^lo !n muruas versakalur e.nedes,novum lesrerirent saluris sieo-nierendas ^enus' ur neciuudiruselscrs, ur.deri sssoler, mona-sücs oonversLtiono, seu ro'rAio-8L i^ualilier ^rcdessions sseou-lum leliuc^uere co^srenlur, sedrulr corisueta Ücenlia ec liabiruex suo ipsorum otsicio Der gli-^uLteuns Krariam eouso^neren-lur. Ouib. S. 471.
46) Videres Loororum apudss 5eroc!um, aliLs imboHrum»cuneos, crure inrecro § IlissUtlac!sm)'de, ex linmeirs ds^enllett-ro ^sirrrrcia - de i!ni!ius ukißino»-SIS aHabi; er r^üikzus rilliculLc^u-mrum ad nos sorent srma oo-^iosa, sirlis /Idei ac devorioinsnobis üuxi'.La prsesonlsre- O u Ip. 471.
4^) Die Krenzbruder - welchein eitlem sranzesischen Hafen lausdetcn, und ciiie so niibekainireSprache redeten- dafi sic nur m-^iiorum su^)«e diviros rransver-