Gründung des Königreichs Jerusalem. 5;
Nachdem er auf diese Weift die Leiden der Christen und die 2Tyrannei) der Ungläubigen beschrieben, r'icf er aus: „Ichruft als Zeugen der Wahrheit meiner Schilderung Euch,welche mit Euern Augen alles sähet ich rufe noch mehrals Zeugen Euch, welche von den grausamen Händen derBarbaren starbt." Er sprach mit Wehmuth von derHeiligkeit der Oerter, welche die Ungläubigen entweihten.„Selig die Steine, welche den Urmärtyrcr Stephan mitder Krone des Martyrthums krönten! wie selig des Jor-dans Stellen, welche dir, Johannes, dienten zur Tauftdes Erlösers!^ Dann erinnerte er an die Helden der christli-chen Zeit, Karl den Großen und dessen frommen Sohn Lud-wig , welche die Reiche der Saracenen zerstört und durch sieder wahren Kirche Herrschaft erweitert ^). Urban wardwährend der Rede durch das Rufen der Menge: „Gottwill es, Gott will es," unterbrochen, und es mußte Still-schweigen geboten werden, damit er fortredcn konnte. DerEnthusiasmus stieg immer höher, je länger Urban redete.Dann rief er mit heftigem Unwillen: „ Ihr, welche Witt-wen und Waisen beraubet, die Unschuldigen unterdrückt,die Kirchen mir Wassengetümmel erfüllt und entehrt, und desRittcrthums Gürtel nur tragt als ein Zeichen, daß ihr ge-wohnt ftyd, nicht die Kirche und ihre Diener, wie ihr ge-lobt, zu schützen, sondern des Erlösers Schafstall zu ver-
") Ts ist nicht unwahrschein-lich . dag auch auf dem. H'oncil ;uClcrmsnt bettelnde Christen qnsdem Orient sich eiügesuüdcu.» ob-gleich teiü ausdrückliches Acugsiisteines Schriftstellers b»Vvu vor-handen ist.
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