54 Geschichte der Kreuzzüge. Buch!. Kap. I.
I. ivss-wüsten, euch einander selbst zu zerfleischen und wie,dieGeier den Leichnamen, so den Kriegen und Fehden in ent-fernte Gegenden nachzuziehen, legt ab den Gürtel einessolchen Ritterthums, welches von Gott fern ist, werdetRitter Christi und eilt herbey zum Schutz der morgenlandi-sehen Kirche, welche die Milch des göttlichen Worts ineuern Mund träufelte." Cr bat die Alten und Schwachen,und alle, welche außer Stand seyn, die Waffen zu führen,nicht mitzuzichcn, damit sie nicht der Sache schaden, son-dern lieber durch Geld und auf andere Weise die Streiten-den zu unterstützen, wofür er ihnen in gleichem Maße, alsdenen, welche wirklich mitzogen» vollkommene Vergebungihrer Sünden ankündigte. Den Geistlichen verbot er aberstrenge, ohne die Erlaubniß ihrer Pischöffe ihre Kirchen zuverlassen, denn ohne priesterlichen Segen werde ihr Unter-nehmen doch keinen glücklichen Fortgang gewinnen. Dannmachte er bekannt, wer an der bewaffneten PilgerschaftAntheil nehmen wolle, möge nach alter Pilgrimme Sittemit dem Kreuze sich bezeichnen. „Ihr meine Brüder undMitbischöffe, Mitpricster und Miterben Christi," redeteer am Schluß die Geistlichen besonders an, „predigt in deneuch anvcrtrauten Gemeinden das Kreuz, schildert ihnendie Nolh der Christenheit, und entflammt ihre Herzen, aufdaß sie helfen." Viele der Anwesenden wurden durch dieseRede zu Thranen erweicht, andre sah man zittern, als sa-hen sie die Leiden, welche der Papst beschrieben, mit eignenAugen, andre ermahnten ihre noch bedenklichen Nachbarnzum Beytritt zu diesem heiligen Unternehmen
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