Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
Seite
119
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I — Ilg —

te! Den 8ten verletzen die Oestrelcher die bestehenden Traktate»,gehen auf hinterlistige Weise über den Inn. Am folgenden Tagewird dem Commandanten der französischen Armee der Ausbruchl der Feindseligkeiten durch ein bloßes Billet des Erzherzogs, mit! geringerer Formalität, als der unbedeutendste Waffenstillstand,, anfgekündigt. Die Oestreicher beginnen nun den Angriff auf allen! Punkten zugleich; sie dringen in Baierrr, Franken, Tprol, Ita-t tulieu und Polen ein. Die Armee des Erzherzogs Karl rucktk jenseits dcS 2»n vor und die Corps von Bcllegarde verlassen Boh-k men. Den gten kömmt der Kaiser Franz bei der Armee an und^ schlägt sein Hauptquartier zu Linz auf.

^ . „Hier.muß ich darauf aufmerksam machen, daß ich nach den!' Dccmneuten der französischen Armee und nach meinem sehr ge-il neuen Tagebuche über diesen Feldzug schreibe; daß ich dasjenige,ms von methodischen Dispositionen, welche die Ereignisse gelei-tet haben, verborgen geblieben ist, nach den Regeln der Kunst.machen zu können hoffte, und daß ich ferner, da ich in Betreff.der östreichischcn Armee nichts als offizielle Berichte besitze, in Hin-sicht auf diese Armee, nur bekannte und erwiesene Thatsachen an-r. führen kann. Da der Erzherzog von den ersten Lagen an unter^ dem Einflüsse der von Napoleon ausgefnhrtcn Manövres stand,so wird cs dadurch um so schwieriger, die Bcwcgnnzsgründe ge-, Nsscr Operationen zu zergliedern. Um dies thnn zu können, müß-j tcn keine Fehler dabei vorgekommen, nichts Hinderliches eingetre-? tcn seyn, was denn doch wohl nicht angegommen werden darf."k Hier setzt der Verfasser bestimmter auseinander, welche An-' sichten, nach seiner Meinung, der Erzherzog gehabt haben dürf-!i tcn, so wie zugleich dessen Interessen und Dispositionen. Er ta-delt die Langsamkeit der Oestreicher, welche n Tage gebrauchten,M -8 Stunden zurnckzulegcn.

„Am lüten kam Napoleon in Stnttgard an und gab nun derArmee seine Befehle selbst. Es war Zeit, daß er das Command»übernahm, um den Marsch des Feindes aufznhaiten, mehr aber' hoch um den falschen Manövres und der Unsicherheit Bertbiers^ ein Ziel zu setzen, der am ititen April zu Douauwerth ankani undt den das Aentnergewicht seines augenblicklichen Commandos ganzj z» Boden drückte. Er ging bald nach Neustadt, bald nach Augs-burg, befahl Oudinot sich nach Regensburg zu verfügen, Davousrdie Division Saint-Hilalre und die Reserve - Kavalerie nach Lande-hut und Frcysingen zu schicken, als auf einmal die Ankunft Na-poleons alle» diesen Bewegungen ein Ende machte. Dieser erwar-tote, ehe er etwas anordnete, Nachrichten ans Böhmen und aus