Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
Seite
101
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gegen Ihre Verpflichtungen handeln, so werde ich mich auchMi den mcüügcn entbunden glauben.

„ES ist mein sieter Wunsch mich in Freundschaft mitEm. König!. Hoheit cinznvcrstchen und ich werde es gern sehen,,Min Sic diese meine Antwort Sr. Majestät dem Könige mir-iheilen, dessen gute Gesinnungen ich stets sehr zu schätzen weiß.

„Mein Minister der; auswärtigen Angelegenheiten wud offi-ziell ans die letztere Note antworten, welche der Gras ovn Essenmir bat vorlegen lassen.

„Da dieser Brief keinen andern Zweck hat n. s. w.

Napoleon.

Donnerstags, am ö. August.

Ich trat gegen >i Uhr zum Kaiser ein. Er zog sich an undließ sich von seinem Kammerdiener mehrere Proben von aus Eng-land geschickten Parfüms und Odeurs vvrzeigen. Er untersuchtealle, kannte nichts davon und lachte herzlich über seine krasse ttn-mssenbeit, Das Frühstück sollte unter dem Zelte ansgetragen wer-den, wo wir alle zusammen kommen mußten-

Er fand den Wein sehr schlecht und berufte sich ans seinensWwhvfmeister Eipriani, der ein Corse ist, um zu beweisen,daß man ihn dort viel besser habe. Bei dieser Gelegenheit er-zählte er, daß der erste Weinberg der Insel von bedeutenderGröße, l'Espvsata genannt, zu seinem väterlichen Erbe gehörthabe. Er könne von diesem Weinberge, ohne ein Gefühl der Er-lcnntlichkeit nicht sprechen. Ihm hatte er in der Jugend seineReisin nach Paris zu verdanken; und von ihm die Kosten zu sei-ner halbjährigen llrlanbszeit entnommen. Wir fragten, was da-mit geworden sei? und er antwortete, daß er vor langer Zeitschon zum Besten seiner Amme darüber diSponirt habe, welcheirohl gegen i Franken in liegenden Gründen ans Eorsiea

von ihm erhalten haben möchte. Anfangs habe er ihr auch seinväterliches Hans schenken wollen. Da er eS jedoch zu groß surihren Stand gefunden hätte, so habe er cs der Familie Rvmalino,die mütterlicher Seits am nächsten mit ibm verwandt sei, unterder Bedingung gegeben, daß die Amme ihre Wohnung darinnenbehalten müsse

') Das väterliche Hans Napoleons, seine Wicae, Las sich jckt wirklichim Lefitz des Miipiievo der Depmirren - Kammer Herrn Aomalino,