Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
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verließ ein König seinen Wohnsitz nie, seine Ausflüge beschränkte»sich «ms eine Jagdpartie. Man zog nicht herum wie heut z»Tage, und ich glaube, bemerkte der Kaiser, daß ich selbst nichtwenig dazu beigetragen habe, die Fürsten in Bewegung zu bringen.

Da nun aber einmal die Dinge stets den Stempel ihrer Zeittragen müssen, so trat auch hier der unversöhnliche Streit, dieewige Eifersucht des festen Landes gegen das Meer ein. Manhätte sagen sollen, Frankreich habe in dieser Hinsicht zwei Königegehabt, oder der regierende König zwei Interessen, und mithinzwei Willen, wodurch es darin am Ende dahin kam, daß er garkeinen hatte. Es handelte sich hier blos vom Meere, und dochsprach man sich für daS Festland aus, nicht aus Uibergewicht derGründe des letztcrn, sondern wegen der Priorität seiner Rechte,«nd wo vom Schicksale eines Reichs die Frage war, erblickte manwahrscheinlich blos einen Gegenstand der Hierarchie, und damitging dieser große Zweck, diese herrsche Unternehmung unter. DieErde gewann an der Insel Pelse und dem Fort QuerquevilleRaum: sie war nur als Hülssmittel für den Damm herbei geru-fen worden, weil dieser an sich die Hauptsache war, aber statt des-sen fing die Erde a» sich festzusetzen und zwang damit den Dammsich nach ihr zu richten, und nach ihrem Zuge anzulegen und zuwenden. Was entstand daraus? daß der Zufluchtsort den manschuf, und der darauf berechnet scyn mußte die Masse unsrer Flottenaufzunehmen, galt es nun dem Feinde ans Herz zu greifen,oder wen» es der Zufall wollte, sich dahin zu flüchten, nur fürhöchstens eine Mandel Schiffe Raum hatte, da dies doch der Faltfür mehr als hundert halte seyn sollen; dieses hätte man nunmir nicht viel mehr Mühe, noch Unkosten erreichen können, wennman weiter ins Meer und nur über die angeschwcmmten Punktehinaus, wo sich die Erde festgesetzt hatte, gerückt wäre.

Eine andre charakteristichc Albernheit, die man kaum glaube»kann, war die, daß alle dies» großen Maßregeln für die Rhede vonCherburg, zwar augefangen, aber auch wieder gehemmt wurden.Der Damm war angefangen, einer der Eingänge, der östliche, voll-endet, man war im Begriff, den andern, den westlichen, zu begin-nen, ohne sich jedoch eine genaue Kenntniß von allen Tiefen derRhede verschafft zu haben, und so zeigte sichs denn bei der schon fer-tigen östlichen Einfahrt, welche b«o Loisen breit war, daß mansie zu nahe am Fort genommen hatte, und sie daher bei niedrigerEbbe nur mit vielen Schwierigkeiten Schiffe durchlaffe, so wie,daß die, welche man westlich bauen wollte, ganz unbrauchbar,