Druckschrift 
6 (1823)
Entstehung
Seite
147
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nach größerer Deutlichkeit war, so lies ich Ihn doch weiter gehen.Mas ich dabei jetzt schon faßte, dünkte mich vom allergrößten Werthezu seyn- Der Kaiser wiederholte sich oft, das wußte ich, und sosagte ich mir selbst, ich würde dann schon mehr erfahren, hoffteauch am Ende des Gegenstandes in dem Grade Meister zu werden,daß ich es dann würde wagen dürfen, mich selbst darüber zu ver-drillen, und denselben mit ihm zu verhandeln. Die Güte, die erIn der letztem Zeit für mich hegte, hatte mir das sicherlich gestat-ket, und Ich würde ihm dadurch selbst etwas Angenehmes erwiesenhaben, weil das neue Ideen in ihm erweckt, und Sroff zur Unter-haltung gegeben haben müßte. Unglücklicherweise hat nun abermeine plötzliche, ganz unvorhergesehene Trennung von ihm mir nichtsals jene bis dahin gesammelten einzelnen Sachen gelassen, und eSgrsellt sich mithin zu dem Schmerze, den ich empfand, ihm nichtmehr die fromme Fürsorge widmen zu können, welche mein Lebens-glück ausmachtc, nun auch noch ein ewiges Bedauern, für die Ge-schichte, vielleicht durch meine allzugroße Aengstlichkeit, eine Gelegen-heit versäumt zu haben, welche niemals wiederkehrcn kann.

Es war mir daran gelegen, hier dieses ganz genau auseinan-dttjusctzen, damit man wissen möge, auf welche Weise ich einenTheil meiner Nachrichten erhalten habe, und sich beim Lesen dieFrage selbst beantworten könne, warum so unschätzbare Gegenständedoch so unvollkommen geblieben seyen?

Wenn nun auch der Geschichtschreiber nicht die lichtvolle Bahnfindet, die er suchte, und zu finden hoffte, so wird er doch eineMenge von Spuren antreffen, welche geeignet sind, ihn auf denrichtigen Weg zu bringen. Das ist es eigentlich, was den wahrenCharakter meines Werks bezeichnet, indem ich von ihm sage, eSist Alles darinn und doch auch nichts; es ist nichts darinnund doch auch Alles. Wenn ich aber sage, nichts, so täuscheich mich in der That, denn es gewährt so unendlich viele Züge InHinsicht der besondern Eigenschaften und der natürlichen Neigungendes Herzens und deö Geistes jenes außerordentlichen Mannes, demich es geweihec habe, daß es jedem rechtlichen, wahrheitliebendenManne nun möglich seyn wird, sich, wenn er nur will, einen richti«zin Begriff von Napoleons Charakter daraus bilden zu können,und dies war ja der, gleich Anfangs von mir angegebene alleinigeZweck.