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Man kam wieder auf Murat, und eS wurde bemerkt, daß«sehr an dein Unglücke von 1814 mit Schuld gewesen sey. „Ezist sein Werk, erwiederte der Kaiser, er ist eine von den Hauptm-sachen, wodurch wir hier sind. UebrigenS habe ich aber doch denersten Fehler gemacht. Es gab mehrere, die ich zu sehr erhoben haue,so hoch, daß ihre Geisteskräfte nicht Nachkommen konnte». Ichvor wenigen Tagen seine Proklamation bei der Trennung von demDicckönigc, die mir bis jetzt ganz unbekannt geblieben war. Einsolcher Grad von Schändlichkeit ist kaum zu begreifen. Er sage :
darinnen: es sey die Zeit gekommen, zwischen zwei Fahnen z„ E
wählen, zwischen dem Verbrechen und der Tugend. Die ineinige ?nennt er die Fahne des Verbrechens, und das konnte Murat, mein ü,Geschöpf, der Gemahl meiner Schwester, der mir alles schuldig ist, i lder ohne mich nichts, gar nicht vorhanden, ganz unbekannt geblie-ben wäre, — er konnte das schreiben. Kann man sich wohl wie igrößerer Rohheit vom Unglück trennen? kann man unverschämler,niederträchtiger einem neuen Glücke nachlaufen?"
Die Kaiserin Mutter wollte von diesem Augenblicke an niMmehr weder mit ihm, noch mit seiner Frau zu schaffen haben. Soviel sie sich auch Mühe gaben, antwortete sie doch stets: Sie HMden größten Abscheu gegen den Verrächer, wie gegen den Verrach.Sobald sie in Folge des unglücklichen Jahres 1814 nach Rom kam,schickte ihr Murat sogleich acht sehr schone Pferde aus seinen Stäl-len zu Neapel. Die Kaiserin Mutter mochte aber nichts davonwissen. 2n gleicher Maaße benahm sie sich bei allen Versuchenihrer Tochter Caroline. Letztere wiederholte von einem Malezum andern, daß cs ja nicht ihr Vergehen sey, daß sie nichts dafürkönne, daß ihr Mann sich nicht von ihr befehlen lasse. — Aberdie Mutter antwortete, wie Clytemnestra: „Wenn du ihm nichtbefehlen konntest, so mußtest du gegen ihn kämpfen? WelchenKampf hast du gekämpft? Wessen Blut ist dabei geflossen? Nurüber deinen Leichnam hin durfte dein Gemahl den umbringen, derdein Bruder, dein Wohlthäcer — dein Herr war!
„Bei meiner Rückkehr von Elba und der Nachricht von meiner ;Landung schwindelte Murat der Kopf. Er erfuhr das erste Wortdavon, als Ich schon in Lion war. Gewöhnt an meine großen ifGlückwechsel, und die Wunder, welche er schon oft hierbei mit eig» fnen Augen erblickt hatte, sah er mich schon im Geiste als Herrn vonganz Europa, und dachte jetzt an nichts, als wie er mir Italienentreißen könne; das war sein Streben und seine Hoffnung. Um> fsonst sielen Menschen von großem Ansehen bei dem Volke, das eraufwiegcln wollte, ihm zu Füßen, und sagten ihm, wie sehr er !sich täusche, daß Italien einen König habe, den es liebe und hoch«