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6 (1823)
Entstehung
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zugehe, daß er nicht Mitglied deS Instituts scy? Diese Ws«,

waren für ihn eine allmächtige Empfehlung. Herr von C_

beeilte sich, sie geltend zu machen, und wurde fast einstimeni,ernannt.

Nun war cs ein längst angenommener Gebrauch, daß der AHzunehmende eine Lobrede auf seinen Vorgänger halten mußte. Heeivon C.... wußte sehr gut, daß, wenn man nur einigere»»«»die Aufmerksamkeit des Publikums schon auf sich gezogen IM,es das sicherste Mittel sey, auf einmal berühmt zu werden, wennman von der betretenen Bahn abweiche, und im Widcrspicl miiandern handle. Er bestimmte also einen Theil seiner Rede dazu,die politischen Grundsätze seines Vorgängers, Herrn Cheniers, j»beflecken, und ihn als Königsmördcr zu brandmarken. Es nmeine wahre politische Abhandlung über die Restauration der Mo-narchie, die Verurthcilung und den Tod Ludwig des xvi. DuLärm war groß, der in dem ganzen Institute entstand. Die eint»wollten nichts von einer Rede wissen, die ihnen als unziemlich erschien, andere bestanden darauf, daß man das Ablesen derselbe»gestatten müsse. Don dem Institut aus verbreitete sich der Senildurch ganz Paris; alle Zirkel der Hauptstadt waren damit »»ge-füllt, und chcilcen sich in mehrere Parcheien. Die Sache kam bisvor den Kaiser, er wollte sich genauer davon unterrichten, liessich die Rede bringen, fand sie im höchsten Grade unschicklich,und sprach das Verbot derselben auf der Stelle aus. Einer seinerGroßofftziere, welcher Mitglied des Instituts war, und seine Mei-nung sehr lebhaft für das Ablescn der Rede geäußert hatte, mußtesich dazu hergebcn, daß der Kaiser gegen ihn sich mit Heftigkeitüber dieselbe äußerte.Seit wann erlaubt es sich denn das Znsti«tut, mein Herr! sagte er im strengen Tone, eine politische Ber-sammlung zu seyn? Man mag da Verse machen, Sprachfehlerrügen, aber man soll nicht über das Gebiet der Musen hinaus«gehen, oder ich werde es in seine Schranken zurückzuwcisen wissen.Haben Sie denn wirklich eine solche Abhandlung gut heißen ken-nen? Wenn Herr von C.... sich so unsinnig oder boshaftzeigen will, nun gut! es giebt noch Narrenhäuser und Strafmittelfür ihn, und wenn dies nun wirklich seine Meinung wäre, so ister, dieselbe meiner Politik, die er nicht kennt, aufzuopfern, kcineswegesin dem Grade schuldig, wie Sie, dem sie recht wohl bekannt ist.Er wäre noch allenfalls zu entschuldigen, Sie aber sind es nicht,da Sie an meiner Seite leben, da Sie wissen, was ich thue, wasich will. Za, mein Herr, Sie halte ich für schuldig, für verbre-cherisch. Sie trachten nach nichts Geringer»», als nach Unordnun-gen, nach Verwirrung, nach Anarchie und Mordscenen. Sind wir