! ken, den Geist deS ChristenthumS streng zu tadeln. Sie sag-ren, er strotze von Ketzeret.
Bei alledem war der unerschrockene Herr von C. . . . hinterseinem Verdienste recht wohl verschanzt. Es blieb ihm nichts übrig,als dergleichen Albernheiten zu bemitleiden, und da er bald nach-her Palhe eines kleinen Mädchens wurde, gab er ihm den NamenAkala. Der Priester weigerte sich schlechterdings, indessen Herrvon C. . . . seinerseits mit der ganzen Starrköpfigkeit eines Au-tors und dem Stolz eines Ambassadeurs auf seinem Willen bestand.Die Sache machte Aufsehen; er beklagte sich bei dem stellvertre-tenden Cardinal. Dieser war von des Priesters Meinung, undnahm ein vertrauliches Wort des Herrn von C . . . . sehr übel,alS dieser, unter der Voraussetzung, daß er als ein Eingeweihtersich das wohl erlauben dürfe, seine Argumente mit den Wortenschloß: „Es sey doch höchst lächerlich, daß man Ihm eine solcheSchwierigkeit machen wolle; denn Ew. Eminenz, — so fuhr erfort, — müssen — unter uns gesprochen — denn doch wohlwissen, daß zwischen Atala und allen andern Heiligen, der Unter-schied so sehr groß nicht ist."
Dem Kaiser machte diese umständliche Erzählung viel Vergnü-gen. Er hörte dies Alles, wie er sagte, zum erstenmale, und derErzähler bemerkte, daß, wenn er auch die Wahrheit nicht so ganzverbürgen könne, es doch für ihn darum den Charakter der Au-thenticität an sich trage, weil er es von einem der Nachfolger desHerrn von C ... . bei der Gesandtschaft io Rom wisse.
Zn der Politik. Herr von C . .. . hat, wie man weiterbemerkte, sich Napoleon genähert, dann von ihm sich entfernt, sichwieder genähert und nochmals entfernt. Der Kaiser beklagte sich,so lange er ihm diente, über dessen bösen Willen und geringeAnhänglichkeit, besonders bei der Sendung von Rom, zu demalten König von Sardinien *).
Bei der Katastrophe von 1814 zeichnete er sich durch Schmäh-schriften aus, die so übertrieben leidenschaftlich, so boshaft, sofrech verläumderisch waren, daß sie Ekel einflößten. Man mußglauben, daß er jetzt selbst bereut, sie geschrieben zu haben, unddaß sein schönes Talent nun nicht mehr sich selbst so herabsetzenwürde, sie noch einmal ans Licht zu bringen.
AlS einige Jahre vor unserm Unglück der Kaiser einige Bruch-stücke von diesem Schriftsteller las, fragte er, wie es denn wohl
*) Siehe die Briefe vom Kap.