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Gefecht und unsere braven Soldaten schlagen sich durch undbringen den treulosen Feind in Unordnung.
10) Ein anderes Gefecht har zu Valeggio statt; auch zu Dezen-zano muß man sich schlagen. Ueberall ist die Zahl der Fran-zosen gering; aber sie wissen wohl, daß man die Feinde nicht, nach Bataillonen zählt, wenn diese blos Mörder in sich fassen.
' 11 ) Am zweiten Lsterfeienage werden auf das Läuten der Glockezu Verona alle Franzosen ermordet. Man schont weder die' Kranken in den Hospitälern noch die Genesenden, die auf; den Straßen spazieren gehn. Man wirft sie in die Etschi oder durchbohrt sie mit tausend Sliletstichen; so kommen mehr!. alS 4»o Franzosen ums Leben.
- 12) Acht Tage lang belagert die venetianische Armee die dreiU Schlösser von Verona. Die Kanonen, welche sie in Batte-
^ rien vor ihnen aufpflanzten, werden ihnen mit gefälltem Ba-
H jonette genommen. Man legt Feuer in der Scadt und die
? mobile Kolonne, welche dazu kömmt, schlägt diese Feigherzi-
^ gen sogleich in die Flucht und macht 3000 Mann Linientrup»
^ pen, unter denen sich mehrere venetianische Generale befinden,
zu Gefangenen.
^ 13) Das Haus des französischen Konsuls zu Zante in Dalmatien^ wird niedergebrannt.
! 14) Ein venctianisches Kriegsschiff nimmt einen üstreichischen TranS-; port in Schutz und schießt zu wiederholtcnmalen auf die Cor-H vette La-Brune.
u 15) Der Liberalem de l'Italie, ein republikanisches Schiff vonnicht mehr als 3 oder 4 Kanonen und etwa 40 Mann Equi-page, wird auf Befehl des Senats im Hasen von Venedigselbst, in den Grund gebohrt. Der junge und wackre Schiffs.Lieutenant Laugier, welcher das Fahrzeug kommandirc, befiehlt,sobald er sich durch das Feuer aus dem Fort und der Admi-ralsgaleere, in der Entfernung eines Pistolenschusses vondem einen wie von dem andern, angegriffen sieht, seinerMannschaft, sich in den uncern Schiffsraum zu begeben. Erselbst steigt bei dem heftigsten Karcätschenfeuer aufs Verdeckund sucht durch seine Anrede die Wuch der Mörder zu be-schwichtigen — aber er findet den Tod. Seine Schiffsmann-schaft sucht sich durch Schwimmen zu retten, wird jedochdurch 6 Schaluppen, die mit von der venetianischen Republiki besoldeten Truppen bemannt sind, verfolgt. Diele von denen,
^ die ihr Heil in dem hohen Meere suchen, werden mit Beil«
I hieben getödtet. Ein Hochbotsmann, der schon mehrere
i Wunden hat, ganz ermattet ist und an vielen Stellen blutet,
'! L. Casts Tages,;. Bd. 2
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