n»d erschüttert von dem, was geschehen war, stieß er Verwünschungengegen Moreau aus, beschuldigte denselben, daß er ihnen viele recht,liebe Leute lügenhafter Weise genannt, große Hülfe versprochen unddoch niemand dazu gehabt habe; er erwähnte dabei auch Georges undPichegru. DaS gab Anlaß zu dem ersten Verdacht gegen Morennund begründete die ersten Anzeigen gegen Pichegru; bis jetzt haueman weder auf den einen noch aus den andern gedacht. Real, der b«dieser Arr von Todesbekenntniß dHosiers gegenwärtig gewesen war,schlug dem Konsul vor, Moreau arretiren zu lassen.
„Die Gährung war eine der stärksten, sagte der Kaiser, und dieöffentliche Meinung im höchsten Grade aufgeregt. Man machte dieAufrichtigkeit der Regierung in Hinsicht sowohl auf die Wahrheit duVerschwörung, von welcher sie sprach, alS auf die Vcrschworncn, diesie nannte, selbst verdächtig. Die Zahl der Letztem belief sich auf MPersonen, die, nach der Versicherung deS Gouvernements, in Parisseyn sollten. Man machte ihre Namen bekannt und der erste Konsulsetzte eine Ehre darein, sie alle festzunehmen. Er gab Vessieres denAuftrag uud befahl, seine Garde solle Paris umringen und dieMauern der Stadt bewachen. Sechs Wochen lang durfte niemandohne angegebene und gut geheißne Gründe Paris verlassen. Dieallgemeine Stimmung war trübe, aber an jedem Morgen zeigte dirMoniteur die Arretirung von ein, zwei oder drei der erwähntenIndividuen an. Die Meinung änderte sich — sie wendete sichmir wieder zu und der Unwille wuchs in dem Maase, alS dieZahl der Verschwornen, welche man einzog, sich mehrte. Es ent»wischte auch nicht ein Einziger, sie wurden alle ergriffen."
Die öffentlichen Blätter jener Tage besagen, daß Georges nur,nachdem er zwei Menschen umgebracht hatte, seinem Schicksal er«lag. ES schien, als habe ihn sein Kamerad vcrrathen, der dasKabriolet fuhr, auf welchem sich beide befanden.
Was Pichegru betrifft, so wurde dieser das Opfer des aller,schändlichsten Verraths. „2n der That, sagte der Kaiser, so et.was erniedrigt die Menschheit. Er wurde durch seinen vertrauteste»Freund verkauft. 2ch mag ihn nicht nennen, so häßlich und ekel»erregend ist seine That." Wir sagten ihm, der Name desselbenstehe im Moniteur und er war darüber verwundert. „DieserMann, fuhr er fort, ein ehemaliger Militair, der nachher einenHandel zu Lyon trieb, erbot sich, ihn für hunderttausend ThalcrauSzullescrn. Er erzählte, daß sie Tags zuvor mit einander so»,pirt hätten und daß Pichegru, der seinen Namen täglich im Mo-niteur lese, der sein Schicksal kommen sehe, ihn gefragt habe:Aber wenn ich mich nun mit einigen andern Generalen kühn vordie Fronte der Truppen hinstclltc, würden wir sie nicht zum Aus-