Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
35
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" von Salcutta; zwei Adjutanten des Lord Moira und noch Andresammc mehreren Frauen. Wir unterhielten uns mit ihnen in den,Vorsaal. Der Kaiser kam auS seinem Zimmer, um in den Gar<-^ len zu gehen. Daö verursachte große Bewegung unter den Freu,-^ den; alle stürzten nach den Fenstern, um ihn gehen zu sehen; daserinnerte uns ganz an. Plymouth. Der Großmarschall führte sienun zu dem Kaiser, der sie mit der größten Herablassung und mit^ jenem Lächeln empfing, das so große Gewalt hatte. Die größteSpannung zeigte sich in den Blicken Aller; Rührung in den Blik-ken Mehrerer.

" Der Kaiser sprach mit einem jeden von ihnen und wußte so-^ fort, wie gewöhnlich, so wie er einen Namen hörte, etwas Be-züglichcs auf denselben zu sagen. Mit dem -Oberrichter unterhielter sich über Gesetzgebung und Gercchtigkeitspflege; über Handel. und Verwaltung mit den Offizieren der Kompagnie; die MilitairSfragte er nach ihrer Dienstzeit, nach ihren Wunden; den Damensagte er viel Schönes über ihr Aeußeres, besonders über ihrenvon Bengalens Himmelsstrich in Ehren gehaltenen Teint, und als^ als er sich nun an einen der Adjutanten des Lord Moira wendete,gab er diesem zu erkennen, daß sein Greßmarschall ihm erzählthabe, wie Lady London sich auf der Insel befinde, daß, wenn sieInnerhalb seiner Grenzen gekommen wäre, er sich ein wahres Dcr-^ gnügen daraus gemacht haben würde, derselben seine Achtung zubezeigen; da sie aber außerhalb dieser Grenzen scy, dies für ihngleiche Wirkung habe, als wenn sie noch in Bengalen wäre.

Während dieser Unterhaltung, wobei ich den Dvllmctscher^ machte, konnte Herr Strange, mit dem ich schon vorher gesprochen" hatte, sich nicht enthalten, mich am Rockschoß zu fassen und zu" sich hinzuziehcn, um mir sein Erstaunen und seine Freude auszu-drücken, indem er sagte:Ach, mit welchem Geist, mit welcherGrazie in den Manieren, weiß doch Ihr Kaiser ein Lever zu hal-

len!-Das mag wohl daher kommen, mein Herr! anc-

wertete ich, daß er in dergleichen Dingen nicht ganz ohneUebung ist.

Als wir sie nun nach unsrem Salon zurückbrachtcn, trieb siedie Neugierde in die zweite Piece, den Salon des Kaisers. HerrWilliams Bourough, den sein Amt in dem Gouvernement anS-, zeichnet, fragte, ob das der Speisesaal scy? Ich antwortete,, es sey der Salon, oder besser noch gesagt, das Ganze. Er warhöchst erstaunt; ich zeigte ihm nun durchs Fenster die zwei kleinen^ Gemächer, welche die ganze Wohnung des Kaisers ausmachen und^ sein Gesicht drückte Kummer aus; sein Geist schien Vergleiche an-