t!nzlg die Ehre und daS Vaterland vor Augen. Um diese beidengroßen Gegenstände drehte sich Alles; sie glichen ganz den Alten.
„Da ist Dcsaix, den die Araber den gerechten Sultannennen — da ist Moreau, für dessen Lcichenbegängniß die Oesterret«cher, zum Zeichen der Ehrfurcht, die er ihnen eingcflößt hatte, eineneigenen Waffenstillstand abschließen — da ist der junge Duphot, derdie Tugend selbst war.
„Aber man kann nicht sage», daß es mit denen, die in Jahrenweiter vorgerückt waren, der nämliche Fall gewesen wäre. Sie tru»gen die Spuren der verflossenen Zeit. Masscna, Augcrcau, Bruneund viele andere hatten keine Scheu, sich keck und öffentlich als Frei»beuler zu zeigen.
„Masscna war außerdem' voll schmuzigen Geizes und manhat behaupten wollen, ich habe ihm einen Streich zum Tollwerdengespielt. Ich hätte nämlich einst, entrüstet über seine wiederholtenVeruntreuungen, auf seinen Banquier für 2 bis 3 Millionen Wcch«sel bezogen. Das war nun freilich keine geringe Verlegenheit gewesen.Mein Name galt doch auch etwas. Der Banquier schrieb, er könneohne Auftrag von Massen» nicht zahlen. Man antwortete ihm, daß«r dennoch zahlen solle; Masscna möge nur vor Gericht sein Rechtsuchen- Doch Masscna bezahlte in aller Stille, ohne sich zu rühren.
„S .. ., Murac, Ney, waren gemein. Sie hatten nur per«sönliche Tapferkeit.
„Moncey war ein braver Mann, Macdonald ein Mensch vongroßer Rechtlichkeit, in B . . . habe ich mich geirrt.
„S.. . . hatte seine Fehler, wie seine guten Eigenschaften.'Sein Feldzug im Süden von Frankreich war sehr schön. Was manjedoch schwer glauben wird, ist, daß dieser Mann, dessen Anstandund Haltung einen großen Charakter verkündeten, ein Sklave in seinemHause war. Als ich in Dresden von dem Falle Bittorias und demgänzlichen Verluste Spaniens Kunde erhielt, woran der arme Josephschuld war, dessen Plane, Maasregeln und Begriffe nicht zu unser»Kelten paßten, und mehr von einem Soubise als von mir herzurührcnschienen, sah ich mich nach einem Manne um, der wohl im Standeseyn möchte, alles dieses Unheil wieder gut machen könnte, und warfmeine Augen aufS...., der sich bei mir befand. Er erklärte,wie er vollkommen bereit sei, bat mich aber, mit seiner Frau zu spre-chen, von der er sonst unendlich viel auszustehcn haben würde. Ichantwortete, daß er sie mir schicken möchte. Sie erschien, setzte sichin Positur und nahm das große Dort. Ihr Mann, sagte sie, werdeganz bestimmt nicht wieder nach Spanien gehen. Er habe genug ge-than und verdiene nun endlich die Ruhe. Madam! crwiederke ich,ich habe Sie nickt kommen lassen, um Ihre Ausfälle zu dulden; ich