schon der Zusammenhang der Dinge unter sich erzeugt. Ich habeblos persönliche Anccboten oder Spottnamen weggelaffen, die-mei-nem Zwecke sremd waren und ohne Nutzen zu schaffen beleidigenkonnten — und bei alle dem sind unglücklicherweise noch immerzu viele Dinge der Art meiner Feder entschlüpft. Außer Standewie ick war, erst lange zu überlegen und durch die Furcht, daß ichmein Werk nicht zum Ende bringen möchte, zu der größten Be-schleunigung verleitet, habe ich allerdings nur stets die Haupt-sache im Auge behalten, alle Nebendinge aber nicht mit gehörigerSorgfalt betrieben. Wenn man mir jetzt die schon herausgegebc-nen Theilc wieder vorliest, so erstaune ich allerdings, mancheszu finden, was ich wegstreichen wollte, was ich sogar weggestri-chen zu haben glaubte. Alle diese Vernachlässigungen, so wie eineMenge typographischer Unrichtigkeiten, wird meine Lage erklärenund doch wenigstens cinigermaaße» entschuldigen. Zwischen mirund dem Publikum war niemand Mittelsperson, als ein Copistund der Factor der Buchdruckerei — das ist freilich ein Nachtheilmeiner gänzlichen Abgeschiedenheit, wo ich ohne Mathgeber war,keine Kunde erhielt, wo keine Durchsicht statt sindcu konnte.Warum nahmen Sie aber, könnte man vielleicht sagen, nichtIhre Zuflucht zu einer Menge von Personen, deren Wohlwollen,deren Einsichten, deren Kenntniß des Gegenstandes, Ihnen hier-bei sogar die nützlichsten Dienste leisten konnte? Man höre, wasich darauf zm antworten habe: Wo hat man noch gestehen, daßzwei Zeugen bei einer Sache völlig mit einander übereinstimmtcn?Mithin würden gewiß wenige Artikel geblieben seyn wie sic wa-ren, jeder hätte dabei etwas nach seiner Art abäudern wollen.Hätte ich nun nachgegcben, so würden bald die eignen Worte undMeinungen, die richtigen oder unrichtigen Ansichten und UrtheileNapoleons aus meinem Werke verschwunden seyn — und waswäre cs dann noch geblieben? — ein in Paris umgearbeitetesBuch. .Hätte ich mich aber dem beharrlich widerseht, so kenntman ja die Menschen bei dergleichen Dingen. Ich würde blosbeleidigt und man mir die Bitte um Berichtigungen nicht ver-ziehen haben, wovon ich nachher keinen Gebrauch gemacht hätte.
Endlich aber könnte man mir wohl sagen, warum wartetenSie denn nicht noch, nach dem Beispiele aller, andern Herausge-ber von Memoiren, die um alle Verlegenheiten und Nachtheilezu vermeiden, denen Sie sich aussetzen, dieselben erst nach ihremLode ans Licht treten ließen? — Wie? ich sollte warten? Wiewurde denn dann die Pflicht erfüllt, zu welcher ich mich verbau- i