Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
129
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j» Augenschein genommen und ihn dabei gefragt, was er von devLage der Dinge halte? Sispes habe kalt und selbst muthlos ge-schienen. — „Aber gleichwohl habe ich am heurigen Morgen dasVolk in der vortrefflichsten Stimmung gefunden. — Selten, ant-wortete Elches zeigt das Volk seine wahre Gesinnung im Ange-sicht seines Beherrschers. Ich sage Ihnen, daß es nichr zufriedenist. — Sie glauben also, daß das jetzige Gouvernement sich nichthalten kann? — Nein. — Sie glauben daß mir noch nicht am En-de sind? — Nein. — Und wenn würden wir nach Ihrer Meinunggm Ende sepn? — So bald ich in Ihrer Antichambre die altenHerzoge, die alten Marquis Wiedersehen werde, sagte Siches."Der Kaiser fügte jetzt hinzu: „Si-yes dachte nicht, daß dieses so,bald geschehen könne. Er war etwas kurzsichtig. Ich theilte inmeinem Innern seine Meinung, daß mit der Republik nicht alleszu Ende seyn könne, vollkommen — aber ich fühlte auch, daß dasKaiserreich nicht fern sei- Ich hatte diese Anecvote nicht vergessen, undfragte zwei oder drei Jahre nachher Sisyes bei einer meiner großenAudienzen: „Wie sits? Ich sehe Sie hier im bunten Gemenge mitden alten Herzogen, den alten Marquis, halten Sie jetzt Allesfür beendet? — O ja, antwortete Smyes, sich tief verneigend; Siehaben Wunder vollbracht, denen nichts gleich kömmt und die ichmit meinen geringen Kräften nicht voraussehen konnte."

Während seines Eonsulats und selbst während der kaiserlichenRegierung mischte sich der Kaiser bei öffentlichen Festen oft nochsehr spät unter das Volk um die Illuminationen zu sehen und dieGespräche des Volks zu hören. Er hat eS selbst mit Marie Louisegethan und Beide gingen dann zmammen Arm in Arm Abendsauf die Boulevards und machte» sich den Spaaß für eine Kleinig-keit in die Laterna magica zu schauen, und dabei ausrufen zu hö-ren: Hier iverden Sie sehen Ihre Majestäten den Kfffer und dieKaiserin» von Frankreich; ihre» ganzen Hof re.

Einst stand Napoleon, als er noch erster Consul war, in einersolchen halben Verleihung unter einem Fensterbog>m des Hotels derMarine, betrachtete eine Illumination und befand sich dabei nebeneiner Dame, die, wie es schien, sonst zu den höher» Stanocu ge-hörte, und ihrer, in der Thar ganz allerliebsten Tochter me Per-sonen nannte, welche innerhalb voruberkamen. Bei einer der letz-ter» sagte sie: Erinnere mich, meine Tochter! wir müssen zu -yrgehen. Sie hat uns einen Dienst erwieien — Aber, uede Mut-ter! antwortete bas niedliche Mädchen; ich hätte nicht geglaubt.Laß man solchen Leuten Dank schuldig wäre. Die sind ,a, dachteich, schon glücklich genug, daß sie Leuten, wie wir sind, etwas hel-K. Casts Lag«», g. x-i>. ö