Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
127
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Unterschrift, als weil er mm unser Geheimniß kannte, weil er nunwußte, wie er alles, was ihm nur beliebte, von uns erlangenkonnte.

Montags, am iS. Oktober.

Der Kaiser ließ mich gegen 12 Uhr kommen. Er hatte ebeneine Tasse Kaffe getrunken und eine Lektüre beendigt. Er hießmich nicdersetzeu und begann zu plaudern. Im Laufe des Ge-sprächs verriet!) mir ein Wort von ihm, daß er unsren gesterngefaßten Entschluß wisse, obschon er über die Sache selbst voll-kommenes Schweigen beobachtete. Auch ist weder am heutigenTage, noch späterhin wieder Rede davon gewesen. Nach demFrühstücke spazierte der Kaiser durch beide Zimmer hin uuo herund es wurden dabei Anekdoten aus der frühen: Zeit erzählt. Si-pyes war ber Gegenstand unsrer Unterhaltung. Der Kaiser er-wähnte, daß, als dieser noch Allmosenicr der Prinzen von Or-leans gewesen wäre und eines Tages ihnen Messe' gelesen hätte,irgend ein unerwartetes Creigniß Veranlassung gegeben habe, daßletztere nach und nach herausgegangen waren. Jetzt hätte derAbb« sich umgeschen und als er bemerkt, daß sich nur noch dieBedlenten gegenwärtig befänden, das Buch zugeworfeu und !mFortgehen gesagt, er werde nicht bezahlt, um dem Pöbel Messezu lese».

Ich sagte dem Kaiser: „Aus Ew. Majestät Munde hörte icheinst den Namen des Abb« Sstyes und ,ah zugleich sein Gesicht,Cw. kaiserl. Majestät hielten nämlich, wenige Tage nach niemerPräsentation be: Hofe während einer Audienz, nachdem sie bei mirvorüber waren, bei meinem Nachbar an und nannten ihn bei stimmNamen- Ich hatte noch alle Vorurtheile der Emigranten uno vieltmich snr völlig verpestet. Für mrch war dieser Mensch eine Hyä-ne, ein Geyer, Alleö was man sich nur Abicheuliches denken ka.-n,so übel war er bei uns angeschrieben und so sehr feiudere» w.r ihnan. — Ohne allen Zweifel, mein Lieber, crgegnete der Kaffer,war das eine Wirkung des 1 » -nore »»ns xstiLss — aber man be-hauptet, daß er sich nicht dazu bekannt habe."

Ich wiederholte dann eine Älwkdote, d:e damals in der Vor-stadt Saint Germain sei erzählt worden und worüber der Kaffervorhin, wie man weiter oben gesehen haben wirb, sich nicht aus-gesprochen hatte. Sstyes sollte nämlich, im G-.,präche von Lud-wig den XVI., das Wort Tyrann gebraucht und der Kaiser ihmgeantwortet haben. „Herr AM, wenn er ein Tyrann gewesen