Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
117
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weniger Gemeinschaft gestanden (Clarkes Gemahlin, die Herzogin»on Feltrc) war ihm erschienen, hatte ihm gesagt, sie sei gestor-ben und hatte ihm dann in bester Ordnung, und recht vernünftig,eine Menge von Dingen erzählt. „Cs war dieß Alles so klar undso bestimmt, sagte der Kaiser, daß ich davon ganz betroffen ge-wesen bin. Wenn ich jetzt erführe, daß diese Dame wirklich ge-storben wäre, so wäre meine bisherige Meinung über den Haufengeworfen, ich müßte mich ergeben und (hierbei blickte er lächelndeinen von uns an) es wie diejenigen machen, die an Träumeund Gespenster glauben."

Der Kaiser hatte wenig gegessen, war gedrückt und offenbarsehr leidend. Er zog sich fast sogleich zurück. Sein Benehmen be-trübte uns tief; wir konnten die Bemerkung nicht unterdrücken,daß er sich sehr verändere-

Sonntags, am iS. October.

Um zehn Uhr trat der Kaiser bei mir ein. Er öffnete dieThüre meines Schlafzimmers und schmälte über meine Faulheit.Ich wurde von ihm bei dem Fußbade überrascht, denn ich war un-wohl. Ich eilte nun zu ihm unter das Zelt, wo er frühstückenwollte. Er sagte mir, er habe befohlen, Noten, in Beziehen-auf die neuen Beschränkungen abzufassen , weil er doch nicht gernuns verdammen lassen möchte, ohne eine Art von Verantwortlich-keit auf die vvllstreckende Gewalt zu laden. Dann berechnete erdie noch vorhandenen Abtheilungen von Silberwerk, welche verkauft werden und wie lange wir wohl davon leben könnten, undals ich jetzt mein Anerbieten unter der Bemerkung wiederholte.Laß es doch sehr hart für ihn sei, sich alles Silbergeschirrs zu be-rauben, antwortete er: „Mein Theurer! in welcher Lage ich michauch befinden möchte, so würden doch Gegenstände des Lurus nieeinen Werth für mich haben und in den Augen Anderer, in de»Augen des Publikums, muß ja wohl Einfachheit die größte Zierdefür mich seyn." Er erwähnte hierauf: cs bliebe ihm noch immerdie Zuflucht zu dem Prinzen Eugen und er werde auch wirklich,sobald er kein Silberwerk mehr haben würde, eine Note an ihnschreiben lassen, um von ihm den nöthigcu Credit zu seiner Sub-sistenz zu erbitten, so wie demselben aufzntragen, ihm sowohleinige wesentliche Bücher, die man ihm nach London zu sendenvernachlässigt habe, als auch etwas guten Wein, den er als Me-dici» bedürfe, zuzuschicken. „Freilich, setzte er hinzu, werden,was den Wein betrifft, die Leute in Europa, welche uns nicht