Coiuplimente mit dem .Hute nach und zwar in einer so jämmerli-chen Stellung, daß ich bei allem meinen äußerliche» Zorn innerlichdoch recht herzlich lachen mußte."
Herr von Gallo war Ambassadeur vom Neapolitanischen amWiener Hose. Er hatte die Prinzessin von Neapel, zweite Ge-mahlin des Kaisers Franz, dahin gebracht, besaß ihr ganzes Ver-trauen und beherrschte sic vollkommen- Sie beherrschte dagegenwiederum ihre Gemahl und so stand mithin der Herr von Gallo insehr großem Anschn am Wiener Hofe. Daher kam es denn, daß,als die Armee von Italien auf Wien losgicng und den Waffenstill-stand von Leoben, nothwendig machte, die Augen der Kayserin, bepdieser schrecklichen Lage auf ihren Vertranten fielen, um die Ab-wendung der Gefahr in seine Hände zu legen. Cr sollte den fran-zösischen General nur gleichsam zufällig sehen und versuchen, obes ihm wohl gelingen möchte als Negociateur von demselben ange-nommen zu werden. Napoleon war von allen diesen Dinge»sehr wohl unterrichtet und nahm sich vor Nutzen daraus zu zie-hen. Als nun Herr von Gallo bey ihm erschien, fragte er ihn, werer denn sey? T>er seine Günstling war in großer Verlegenheitseinen Namen zu sagen — und antwortete: Er sey der Marquisvon Gallo und von Seiten des Kaisers von Oesterreich beauftragt,ihm einige Eröffnungen zu thun. „Aber, sagte Napoleon, das istja kein deutscher Nähme? — „Das ist wahr, antwortete Herrvon Gallo, ich bin Ambassadeur vom Neapoliantischeu Hofe —Und seit wann, erwicderte der französische General ganz trocken,stehe ich denn mit Neapel in Unterhandlungen? Wir sind ja imFrieden. Hat denn der Kaiser von Oesterreich keinen Negociateurvon altem Schlage mehr? ist die alte Lesterreichische Aristocratieganz ausgestvrben? —" Herr von Gallo war nun in Angst, die-se Bemerkung.» möchten auf officiellcm Wege an das Wiener Ka-binet gelangen und suchte' von diesem Augenblicke an dem junge»Generale in Allem willfährig zu sepn-
Napoleon wurde jetzt freundlicher, fragte, wie es in Wie»gehe? sprach von den Armeen am Rhein und an der Sambre underfuhr von ihm alles was er nur wissen wollte, und als man sichnun trennen mußte, fragte der Herr von Gallo in der Stellungeines Bittenden, ob er wohl hoffen tonne, von ihm als Negociateurangenommen zu werden und dazu' sich Vollmachten vvn Wien ein-holen dürfe? — Napoleon hütete sich wohl, dies zn verweigern,denn er hatte schon Vortheile von dessen Anwesenheit gezogen, dieer nicht wieder aufgeben wollte. Als späterhin Herr vonGallo, in Folge der Ereignisse die jedermann bekannt sind Am--