Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
20
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zwischen die Elbe und Saale zu werfen und unter dem Schutzsder Festungen und der Magazine von Torgau, Wirtenberg, Mag-deburg und Hamburg,, den Krieg zwischen der Elbe und der Oderzu führen (wo die französische Armee noch die Festungen Glogau,Küstrin und Stettin besetzt hielt) dann aber nach Befinden dieWeichsel-Festungen Danzig, Thorn und Modlin zu entsetzen-Man konnte bei der Ausführung eines so großen Planes erwarten,daß die Coalitivn sich trennen und die Treue der Teutschcn Für-sten in der Allianz mit Frankreich sich befestigen würde. Bei derHoffnung, daß Bayern -4 Tage zögern werde, ehe es eine andreParthei ergriff, war man versichert, daß cs sodann letzteres nichtthun dürfte. Am Men October stießen die Armeen ans demSchlachtfelde bei Leipzig an einander. Das französische Heer sieg-te, die österreichische Armee war geschlagen, aus allen ihren Stel-lungen vertrieben und einer ihrer Corps Commandanten, der Ge-neral Graf von Meerfeld gefangen. Auch am Men war, desVerlusts, den der Herzog von Ragnsa am Men erlitten hatte,ungeachtet, der Sieg noch auf Seite der Franzosen, als auf ein-mal die ganze sächsische Armee mit einer Batterie von 60 (?)Feuer-schlunden, womit sie eine der wichtigsten Stellungen der französi-Streitlinie einnahm, zu dem Feinde überging. Dies mußte dasVerderben der Armee herbeiführen, und den Alliirtcn den Ruhmdes Tages zuwenden- Der Kaiser eilte mit der Hälfte seinerGarde herbei und trieb schnell die Sachsen sammt den Schwedenaus ihrer Stellung zurück. So endete der Schlachttag des Men.Der Feind machte auf seiner ganzen Linie eine rückgängige Be-wegung und bivouaquirte hinter dem Schlachtselde, welches dieFranzosen, behaupteten. Doch in der Nacht brach die französischeArmee auf um sich hinter der Elster aufznstelleu und ihre directeCommunicatiou mit Erfurt zu sichern, woher sie Transporte vonMunition erwartete, an welcher sie Mangel litt. Sie hatte inden Tagen des Men und Men iLo,ooo Kanonenschüsse gcthan.Der Mrrath mehrerer, durch das Beispiel, welchös Tags vorherdie Sachsen gegeben hatten, mit fortgerisseuer teutschen Bundcs-iorps, der Zufall mit der zur Unzeit gesprengten Brücke bei Leip-zig — alle diese traurigen Ereignisse bewirkten, daß die Armee,obschon sie den Sieg davon getragen hatte, doch eben so großeVerluste erlitt, als sonst nur die Folgen höchst unglücklicherSchlachten scyn können. Sie ging bei Weißenfels über die Saale,sollte dort sich sammle» und Munition von Erfurt erwarten, wo-mit dieser Platz zum Uibcrfluß versorgt war, als man Nachrichte»vno der österreichisch - bayerschen Armee erhielt. Diese hatte i»