ter wurden ihnen zurückgegebcn. Alles Geschehene war für immervergessen; die Individuen aller Claffen, weiches auch ihr früheres Ver-halten gewesen scyn mochte, wurden, allen andern gleich, zuAemter»berufen, diejenigen Familien, welche durch die von ihnen den Bour-dons geleisteten Dienste berühmt worden waren, solche die sich ihnenvorzüglich ergeben gezeigt hatten, erhielten Stellen am Hofe, beiden Verwaltungsbehörden und in der Armee. Man hatte alle Bei-namen vergesse». Es gab keine Aristocraten, keine Jacobincr mehrund die Errichtung der Ehrenlegion, welche zur Belohnung für aus-gezeichnete Dienste in Militair, in Civil und bei den Gerichtshö-fen statt fand, brachte Soldaten, Gelehrte, Künstler, Prelaten undMagistratspersonen einander näher; es war dieselbe gleichsam einZeichen einer cngern Vereinigung aller Stände und aller Partheien.
Kapitel V. Das Blut der kaiserlichen Dynastievermengt sich mit dem Blute aller regierendeneuropäischen Häuser; Rußlands, Englands,Oesterreichs. ,
Das französische Kaiserhaus verbündete sich mit allen regieren-den Familien Europa's. Des Kaisers adoptirter Sohn, Prinz Eu-gen Napoleon vermählte sich mit der älteste» Tochter des Königsvon Vaicrn, einer Prinzessin, die sich sowohl durch ihre Schönheitals durch ihre moralischen Eigenschaften damals ganz besonders aus-zeichuete. Diese Verbindung, welche am i-eten Januar iüo6 züMünchen geschlossen wurde, machte die Vaiersche Nation sehr glück-lich. Der Erbprinz von Baden, Schwager des Kaisers von Ruß-land, verlangte des Kaisers adoptirte Tochter, die Prinzessin Ste-phanie zur Gemahlin; die Vermählung wurde am ?ten April >dv6zu Paris vollzogen. Der Prinz Jerome Napoleon verehelichte sicham s-ten-August 1807 mir der ältesten Tochter des Königs vonWürtenberg, einer leiblichen Cousine des Kaisers von Rußland,des Königs von England und des Königs von Preußen. AndreVerbindungen dieser Art kamen mit souverainen deutschen Fürstendes Hauses Hohenzollern zu Stande und diese Chen sind glücklich,aus allen sind Prinzen und Prinzessinnen erzeugt worden, welche dieErinnerung an dieselben auf die Nachwelt bringen werden.
Als Frankreichs und des Kaiserthums Interesse den Kaiserund die Kaiserin Josephine bewogen, das Band zu lösen, das ih-nen in gleichem Grade theuer war, bewarben sich die ersten Herr-scher Europas nm die, Verbindung mrt'Napoleon und ohne diereligiösen Schwierigkeiten und durch die weite Entfernung veran-laßteir Verzögerungen watde wahrscheinlich eine Russische Prin-