Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
940
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Funftnmderlste Ililcht.

Wohlduft ich verbreite? weißt du nicht, wie sebr du einer weiblichen Pflege bedarfst?warum willst du mich denn verstoßen? was schadet dir meine Gesellschaft, da mir dochdeine Nähe so theucr ist, daß ich dir Alles gewähren und gar nichts versagen will?

Wir babeu ja hier Niemanden zu fürchten, wir sind ja allein und du wohnst ja so

einsam auf diesem Berge, daß es dir nur erwünscht scyn kann, ein weibliches Wesen

bei dir zu habe», das dich bedient; du wirst auch scheu, daß du durch meine Näbc

gewiß bald wieder gesund wirst, und cs tief bereuen, so lange abgesondert vonFrauenzimmern gelebt zu haben; komm zu mir und folge meinem Ratbe." Der Hirt

antwortete:Verlasse mich, du trügerisches Weib! ich mag deine Näbc und deine Liebenicht; wer sich hier seiner Leidenschaft hingibt, dem bleibt jene Welt verschlossen, nurwer hier allen Freuden entsagt, dem werden die des Paradieses zu Thcil; wehe dem,der durch deine Nähe in Versuchung kömmt und von deinen Liebkosungen sich täuschen