Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Fünfhundertste Nacht.

To wird auch erzählt: Es wohnte einst auf einem Berge ein sehr verständiger, religiöserund tugendhafter Hirt, der von der Milch und Wolle seiner Heerde lebte. Der Berg, den erbewohnte, war sehr waldig und beherbergte viele wilde Thiere, doch konnten sie weder demHirten, noch seiner Heerde etwas zu Leide thun; er lebte daher in größter Sicherheitund Sorgenlosigkeit auf diesem Berge, unbekümmert um weltliche Angelegenheiten undbloß in der Verehrung Gottes selig. Einst wurde er sehr krank, so daß er seine Höhlenicht mehr verlassen konnte; seine Heerde ging indessen jeden Tag auf die Weide undkehrte Abends zur Höhle zurück. Aber Gott wollte den Einsiedler prüfen, er schickteihm daher einen Engel in der Gestalt einer sehr schönen Frau, die sich zu ihm setzte.Als der Einsiedler sie sah, zitterte sein ganzer Körper und er sagte ihr:Was ruftdich hierher? was haben wir mit einander gemein, daß du zu mir kommst?" Sicantwortete:O Mensch! siehst du nicht, wie schön und reizend ich bin und welchen