Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
931
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Vicrhundcrt und achtundneuiizigste Nncht.

machst du mir bang durch deinen Schrecken und nimmst mir die Lust, mich mit ihmzu messen, du bist doch viel größer und siehst stärker aus, als ich; ich dächte, daß dumit einem Tritte deiner Füße einen Menschen tödten könntest, und nun gebrauchst dudeine Füße, um vor ihm zu fliehen." Das Pferd lachte und sagte:Hüte dich wohl vorden Menschen und laß dich nicht durch sein unbedeutendes Aussehen bethören; o Prinz! mirhilft weder Stärke, noch Größe, noch Breite; der Mensch macht aus List und BosheitEtwas, das man Pfahl nennt, und Etwas, das Strick heißt, aus Haaren geflochtenund stark gbdreht; den Pfahl befestigt er in dem Boden und mit dem Stricke bindeter meine Füße an. Mit einem andern Stricke, der in der Höhe an einem Pfostenangebunden wird, zieht er meinen Kopf aufwärts und so muß ich wie augcnagelt auf

den Füßen stehen und kann nicht liegen und nicht schlafen; dann legt er mir Etwas

auf/ das man Sattel nennt, woran spitzige Eisen befestigt werden, die Steigbügelheißen. Der Sattel wird mir durch zwei Riemen um den Leib geschnürt, dann bekommeich auch noch ein Eisen in den Mund, das Zaum heißt, und das der, welcher auf mirreitet, in die Hand nimmt, und so zwht er mich hin, wo er will, und spornt mich

dabei, daß mir das Herz blutet. Frage nur nicht, o Prinz! nach Allem, was ich von

ihm in meiner Jugend dulden muß, und wenn ich gar alt werde und mager, so