Vierhundert und sicbenundneunzigstc Nacht. AI?
euch Alle umbringen." Aus Todesangst riefen nun Alle: „Wir wollen dich gerne zumKönig erwählen." Er hieß sie dann weiter essen, was sie auch aus Furcht thatcn,daun ließ er seine Brüder beerdigen und zog mit großem Pompe in den Thronsaalund ließ sich huldigen. Des Abends sagte er zum Scheich des Islams: „Schreibe denEhe-Contract zwischen meiner Schwägerin und mir!" Dieser sagte ihm: „Warte, bis diegesetzliche Zeit vorüber ist!" Salem erwiderte aber: „Ich kenne kein Gesetz; bei meinemHaupte, sie muß diese Nacht noch meine Gattin werden." Man schrieb den Ehe-Contractund benachrichtigte Djaudars Wittwe davon. Diese empfing Salem undbewillkommteihn freundlich, reichte ihm aber vergiftetes Wasser, woran er starb. Sic nahm dannden Ring, zerriß den Quersack und ließ dem Scheich Al Islam und den TruppenNachricht von Salems Tode geben, und forderte sie auf, einen andern Sultan zuwählen. Das ist Alles, was uns von der Geschichte Djaudars zugekommen.
Schehersad schwieg am Schlüsse dieser Geschichte, da der Tag schon nahe warund sie für heute keine neue Erzählung mehr beginnen wollte.
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