Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
925
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Vierhundert und stebenuiidncunziglle Vucht. 025

aber sagte der König zu seinem Vizier:Ich fürchte, Djaudar wird mich doch amEnde umbringen und mein Königreich an sich reißen." Der Vizier erwiderte:Wasdein Königreich betrifft, so kannst du ohne Furcht sepn, denn Djaudar besitzt mehr alsein Königreich; was aber deine Furcht, umgebracht zu werden, angcht, so hast du jaeine Tochter, gib sie ihm zur Frau, dann scpd ihr verschwägert und du hast nichts vonihm zu fürchten."Willst du Vermittler zwischen uns scpn?"Recht gerne; ladeihn zu dir ein, und wenn wir Nachts beisammen wachen, so lasse deine Tochter imschönsten Aufzuge an der Thüre des Saales vorübergehen, und wenn er sie bemerkt undschön findet, so sage ich ihm, sie sey deine Tochter; er wird dann bei mir um siewerben und du stellst dich, als wüßtest du von der ganzen Sache nichts."DeinRath ist vortrefflich." Der König ließ sogleich eine Mahlzeit bereiten und lud Djaudardazu ein, und nachdem sie bis Abends in der höchsten Vertraulichkeit mit einandergezecht hatten, ließ er seine Tochter durch die Thüre des Saales, herrlich geschmückt,vorübergehen; diese war so unvergleichlich schön und reizend, daß, sobald Djaudar sie

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erblickte, er ganz blaß ward und einen tiefen Seufzer ausstieß. Der Vizier neigte sichzu ihm hin und fragte, warum er so seufze?Wem gehört dieses Mädchen, das meinHerz geraubt und meinen Verstand?"Es ist die Tochter deines Freundes, desKönigs; wenn sie dir gefällt, so will ich mit dem König sprechen, daß er dir sie zur