Vierhundert
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siebenundneunzigste Nucht.
Äls der König in den Hof des Schlosses kam und die ausgestellten Truppen sab,welche lauter große, starke Männer waren und die berrlichsten Waffen trugen, fürchteteer sich vor ihnen; er ging demüthig in den Saal, wo Djaudar saß, von mehr Glanzumgeben, als irgend ein Sultan, grüßte ihn und wünschte ihm Glück. Djaudar standnicht auf und hieß den König nicht sitzen. Dieser ward daher sehr ängstlich und dachte:Wenn er sich etwas aus. mir machte, so würde er mich nicht so stehen lassen, gewißwill er mich züchtigen wegen dessen, was ich seinen Brüdern getban. Djaudar redeteihn sitzend an: „O König, wer seyd Ihr, daß Ihr die Menschen so unterdrücket undihnen ihr Gut wegnehmet?" Der König sagte: „Verzeih' mir! die Habgier hat michdazu getrieben; die Bestimmung wollte es so; gäbe es keine Schuld, so gäbe es auchkeine Großmuth." Er entschuldigte sich dann so lange und bat um Gnade, bis Djaudarihm verzieh und ihn sitzen hieß. Er befahl dann seinen Brüdern, den Tisch zu decken,und nachdem sie gegessen hatten, schenkte er dem ganzen Gefolge des Königs neueKleider. Der König gab dann Befehl zum Aufbruch und verließ Djaudar. Amfolgenden Tage besuchte er ihn wieder und so jeden Tag; auch hielt er alle Versammlungenin Djaudars Schloß und befreundete sich immer mehr mit ihm. Nach einiger Zeit