Vierhundert und zweiundneuuzitzfte Vacht.
Am fünften Tage kamen sie nach Fez. Alle Bewohner der Stadt, die AbdAssamd begegneten, grüßten ihn nnd küßten ihm die Hände. Nach einer Weile blieber vor einem Thore stehen und klopfte. Da trat ein Mädchen mit schmachtendemAussehen, wie eine durstige Gazelle, aus dem Hofe. Abd Assamd rief: „Oeffne unsdas Schloß, meine Tochter Rahmah." Sie erwiderte: „Bei meinem Haupte undmeinen Augen, mein Vater!" öffnete die Thüre und ging ihrem Vater voran.Dfaudar verlor fast den Verstand und dachte: Bei Gott, das muß eine Prinzessinscyn. Rahmah nahm den Sack vom Maulesel und sagte: „Geh deines WegeS, Gottsegne dich!" Da spaltete sich die Erde, der Maulesel stieg hinunter und die Erde schloßsich wieder. Djaudar rief: „Gelobt sey Gott, der uns glücklich vom Rücken diesesThicres heruntergebracht." Abd Assamd sagte ihm: „Wundere dich nicht, ich habedir ja gesagt, der Maulesel ist ein Geist; komm jetzt mit uns in's Schloß!" AlsDjaudar in's Schloß kam, war er höchst erstaunt über die vielen prachtvollen Divane,