Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
899
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öffnet, der soll es haben. Diese Schätze bestehen ans einem Schwerte, einem Zirkel,einem Siegel »nd einem Angenschminkeschächtelchcn. Durch das Siegel wird man Herreines Geistes, welcher der lärmende Donner beißt, und durch welchen man sich die ganzeErde unterwerfen kann. Mit dem Schwerte, aus dem ein lödtender Blitz bervorstrahlt,kann man auf einmal eine ganze SIrmce schlage» oder in die Flucht treiben; mit demZirkel kann man sich in der ganzen Welt umsehen, von Osten bis Westen, und Allesso genau beobachten, als wäre man überall zugleich; auch kann man, wenn man ihngegen die Sonne dreht, jede beliebige Stadt sammt ihren Bewohnern damit verbrennen.Das Schächtelchen endlich enthält ein Pulver; wenn man damit das Auge schminkt, sosieht man alle Schätze, die in der Erde verborgen sind. Wer mir also diese vierKleinodien zu bringen vermag, der soll das Buch haben. Wisset aber, fuhr derErzieher fort, daß diese Schätze unter der Obhut der Söhne des rothen Königs stehen,die sich in den See Karun nach Aegypten geflüchtet, als euer Vater sie fangen wollte,weßhalb er auch die Schätze nicht holen konnte und betrübt zu mir hierher zurückkehrte.Ich dachte nun lange nach und rechnete aus, daß die Söhne des rothen Königs nurdurch Hülfe eines Mannes Namens Djaudar gefangen werden können; wen er inden See wirft und auf ein Zeichen mit der Hand wieder mit dem Netze aus dem Wasserherauszieht, der ist der Glückliche. Wir beschlossen hierauf, nach Aegypten zu gehen;nur unser vierter Bruder hatte keine Lust, sein Leben solcher Gefahr auszusctzen, erverkleidete sich als jüdischer Kaufmann, um uns zu begleiten, den Maulesel derErtrinkenden zu nehmen und dir hundert Dinare zu geben. Nun haben die Söhne desrothen Königs meine Brüder getödtet, ich aber habe sie gefangen, denn was du indiesen Büchsen siehst, sind keine Fische, sondern Geister in Gestalt von Fischen. Nu»folge mir nach Fez, wo die Schätze begraben sind, die ich nur mit deiner Hülfe öffnenkann, ich gebe dir, was du willst, und bleibe stets dein Freund; sobald ich die Schätzehabe, schicke ich dich wieder hierher zu den Deinigen." Djaudar sagte zu AbdAssamd:Ich habe eine Mutter und zwei Brüder am Halse, die ich versorgen muß;wer wird ihnen zu essen bringen, wenn ich weg bin?" Abd Assamd antwortete:Das ist ein schlechter Vorwand: wenn es dir bloß wegen des Geldes ist, so will ichdir tausend Dinare für deine Mutter geben, davon kann sie leben bis du zurückkehrst,denn du wirst längstens vier Monate ausbleiben." Als Djaudar von tausend Dinarenhörte, sagte er:Gib tausend Dinare, mein Herr, für meine Mutter und ich gehemit dir." Abd Assamd gab das Geld sogleich her und Djaudar ging damit zuseiner Mutter und erzählte ihr, was zwischen ihm und Abd Assamd vorgcfallen.